Mamelodi

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Mamelodi
Mamelodi (Südafrika)
Red pog.svg
Koordinaten 25° 43′ S, 28° 22′ OKoordinaten: 25° 43′ S, 28° 22′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Gauteng
Metropole City of Tshwane
Höhe 1294 m
Einwohner 334.577 (2011)
Gründung 1953
Besonderheiten:
TownshipVorlage:Infobox Ort/Wartung/Anmerkung
Mamelodi.JPG


Mamelodi ist eine südafrikanische Ortschaft östlich von Pretoria in der Metropolgemeinde Tshwane.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 hatte Mamelodi 334.577 Einwohner.[1]

Westlich liegt der Stadtteil Eersterus, der zur Apartheidszeit Coloureds zugewiesen war, im Osten Phomolong.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Initiative der damaligen Regierung der Südafrikanischen Union bildete sich 1953 eine Planungsgruppe für Stadtentwicklungsfragen in der Region um Pretoria. Aus deren Arbeiten entstanden Standortvorschläge zur Errichtung drei großer Massensiedlungen für nichteuropäische Bewohner auf Flächen von Vlakfontein, Atteridgeville und Saulsville sowie in Klipfontein. Diese neuen Wohngebiete dienten der Aufnahme von 2.500 Familien aus Stadtgebieten Pretorias und zur Umsiedlung im Rahmen der beabsichtigten Aufhebung zahlreich verstreuter Squatter-Camps. Im Planungsgebiet Vlakfontein West wurden dabei 10.000 Kleinhausstandorte (Gebäude mit vier Räumen) ausgewiesen, mit deren Bau man 1953 begann.[2]

Die Siedlung Mamelodi wurde 1953 auf dem Grundstück der Vlakfontein-Farm als Township errichtet, deren Namen das neue Stadtviertel ursprünglich trug, und war im Zuge der Apartheid-Politik ausschließlich für schwarze Bewohner vorgesehen. Ende der 1950er Jahre wurde der Stadtteil in Mamelodi umbenannt. Der Name bedeutet Mutter der Melodien.

In den 1960er Jahren wurden die schwarzen Bewohner Pretorias gezwungen, die Stadt zu verlassen und sich in den umliegenden Townships Mamelodi, Ga-Rankuwa, Soshanguve und Atteridgeville anzusiedeln.

Wirtschaftsentwicklungsprojekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mamelodi wurde nach dem Ende der Apartheid ausgewählt, um mit einem durch die UCT Graduate School of Business geleiteten Regionalentwicklungkonzept auf der Basis einer modellhaften Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen die sozioökonomische Entwicklung der hier ansässigen Bevölkerung zu verbessern.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mamelodi wird durch die innerstädtischen Motorways M8 und M10 erschlossen. Am Südrand verläuft in Ost-West-Richtung eine Bahnstrecke, auf der Züge der Metrorail Gauteng Malemodi an mehreren Stationen bedienen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier befindet sich ein regionaler Campus der Universität Pretoria.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist die Heimat des erfolgreichen Fußball-Vereins Mamelodi Sundowns.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mamelodi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011, abgerufen am 3. Oktober 2013
  2. SAIRR: A Survey of Race Relations in South Africa 1953-1954. Johannesburg 1954. S. 66, 75
  3. S. T. Maphalla, C. Nieuwenhuizen, R. Roberts: Perceived barriers experienced by township small, micro and medium enterprise entrepreneurs in Mamelodi. (Abstrakt) University of Johannesburg, 2009. auf www.uj.ac.za (PDF; 195 kB)
  4. University of Pretoria: Campuses. auf web.up.ac.za (englisch)