Gauteng

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Gauteng
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Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Südafrika
Hauptstadt Johannesburg
Fläche 18.178 km²
Einwohner 12.272.263 (2011[1])
Dichte 675 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 ZA-GT
Webauftritt www.gauteng.gov.za (englisch)
Politik
Premierminister David Malemolla Makhura
Partei ANC

Koordinaten: 26° 12′ S, 28° 0′ O

Gauteng ist eine der neun Provinzen Südafrikas. Ihre Hauptstadt ist Johannesburg. Gauteng wurde nach den ersten Wahlen unter Einbeziehung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit am 27. April 1994 aus einem Teil der Provinz Transvaal gebildet. Ursprünglich gab man der neuen Provinz den Namen Pretoria-Witwatersrand-Vereeniging (PWV). Im Dezember 1994 wurde der Name in Gauteng abgeändert.

Mit einem Indexwert von 0,703 im Jahr 2015 hat Gauteng den zweithöchsten Index der menschlichen Entwicklung unter allen Provinzen des Landes.[2]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort Gauteng stammt aus dem Sesotho und bedeutet ‚Ort des Goldes‘, wobei der Wortteil gauta selbst vom niederländischen Wort goud, Gold, abgeleitet ist. Der Name bezieht sich auf die frühere Bedeutung des Gebiets im Goldbergbau.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Distrikte in Gauteng

Gauteng hat eine Fläche von 18.178 km².[3] Das entspricht etwa 1,5 % der Landfläche Südafrikas. Gauteng ist damit die flächenmäßig kleinste Provinz Südafrikas. Die Provinz ist jedoch dicht bevölkert. 2011 lebten dort rund 12,3 Millionen Menschen, beinahe ein Viertel der gesamten Bevölkerung Südafrikas. Gauteng ist die Provinz mit dem höchsten Bevölkerungszuwachs. Allein zwischen 1996 und 2001 nahm die Zahl der Einwohner um mehr als 20 % zu. Durch anhaltendes Bevölkerungswachstum hat Gauteng die Provinz KwaZulu-Natal als einwohnerreichste Provinz abgelöst.

Trotz seiner geringen Fläche ist Gauteng das wirtschaftliche Zentrum Südafrikas; hier werden 34 % des südafrikanischen und 10 % des Bruttoinlandsprodukts ganz Afrikas erwirtschaftet.

Bevölkerung und Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verteilung der Sprachen in Gauteng (Zensus 2001):
  • keine dominierende Sprache
  • Nach den Ergebnissen der Volkszählung von 2011 rechneten sich 74,1 % der schwarzen Bevölkerungsgruppe zu, 19,1 % den Weißen, 3,5 % den Coloureds (afrikaans: Kleurlinge, wörtlich „Farbige“) und 2,6 % den Indern und Asiaten.[4]

    isiZulu gaben 17,8 % der Bevölkerung als Muttersprache an, Englisch 14,3 %, Afrikaans 13,8 %, Sesotho 11,6 %, Nord-Sotho 10,6 %.

    Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Einwohnerentwicklung von Gauteng ist die dynamischste in ganz Südafrika. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand seit der Volkszählung 1996.

            Jahr         Einwohnerzahl[5]
    1996 (Zensus) 7.834.125
    2001 (Zensus) 9.388.854
    2011 (Zensus) 12.272.263
    2018 (Schätzung) 14.717.000

    Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Provinz ist seit Mai 2011 in drei Metropolgemeinden und zwei Distrikte gegliedert:[6]

    Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sitzverteilung im Provinzparlament von Gauteng:
  • ANC (40)
  • DA (23)
  • EFF (8)
  • VF+ (1)
  • IFP (1)
  • Bei den Wahlen 2014 zur Provincial Legislature blieb der ANC in Gauteng trotz Verlusten die stärkste Partei. Die Mandate verteilen sich wie folgt.

    Partei Sitze +/−
    African National Congress (ANC) 40 –7
    Democratic Alliance (DA) 23 +6
    Economic Freedom Fighters (EFF) 8 +8
    Vryheidsfront Plus (VF+) 1 ±0
    Inkatha Freedom Party (IFP) 1 ±0
    Summe 73

    Sehenswürdigkeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Abe Bailey Nature Reserve
    • Alice Glockner Nature Reserve
    • Aloe Ridge Game Reserve
    • Andros Private Nature Reserve
    • Austin Roberts Bird Sanctuary
    • Avalon Private Nature Reserve
    • Beaulieu Bird Sanctuary
    • Cheetah Park Private Nature Reserve
    • Daisy Private Nature Reserve
    • Diepsloot Nature Reserve
    • Faerie Glen Nature Reserve
    • Gelderland Private Nature Reserve
    • Groenkloof Nature Reserve
    • Hartbeesthoek Radio Astronomy Conservation Area
    • Hartebeeshoek Municipal Nature Reserve
    • Johanna Jacobs Private Nature Reserve
    • John Ness Private Nature Reserve
    • Kloofendal Nature Reserve
    • Klipriviersberg Municipal Nature Reserve
    • Kromdraai Conservancy
    • Krugersdorp Naturreservat
    • Leeuwfontein Nature Reserve
    • Marievale Bird Sanctuary
    • Magaliesberg Biosphere Reserve
    • Montsetse Nature Reserve
    • Moreletaspruit Nature Reserve
    • Olifantsvlei Nature Reserve
    • Onderstepoort Nature Reserve
    • Rietfontein Nature Reserve
    • Rietvlei Nature Reserve
    • Roodeplaat Dam Nature Reserve
    • Suikerbosrand Nature Reserve
    • Sterkwater Private Nature Reserve
    • Tweefontein Private Nature Reserve
    • Waldr Nature Reserve
    • Wonderboom Nature Reserve

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Commons: Gauteng – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Volkszählung 2011, S. 18 (PDF-Datei; 2,8 MB), abgerufen am 10. September 2017
    2. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 5. August 2018 (englisch).
    3. Statistik-Website der südafrikanischen Regierung von 2009 (englisch, PDF-Datei; 4,1 MB), abgerufen am 26. Oktober 2012
    4. Statistics South Africa (Hrsg.): Census 2011: Census in brief. Pretoria 2012, ISBN 978-0-621-41388-5 (gov.za [PDF]).
    5. Südafrika: Provinzen und größere Siedlungen - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 7. Januar 2019.
    6. Gemeindegrenzen Südafrika