Mammillaria beneckei

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Mammillaria beneckei
Life cycle of Fish hook Cactus.jpg

Mammillaria beneckei

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Mammillaria
Art: Mammillaria beneckei
Wissenschaftlicher Name
Mammillaria beneckei
C.Ehrenb.

Mammillaria beneckei ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mammillaria in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ehrt den aus Berlin stammenden Händler Stephan (Etienne) Benecke (1808–1879), der nach Mexiko emigrierte, dort deutscher Konsul von Mexiko war[1] und 1875 die Camara Nacional de Comercio gründete.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria beneckei wächst zunächst einzeln und bildet später große Polster von bis zu 50 Zentimeter im Durchmesser aus, die zuweilen auch noch größer werden. Die Pflanzenkörper sind niedergedrückt, kugelig bis kurz zylindrisch. Sie sind grün bis grünbraun bis zu 10 Zentimeter im hoch und bis zu 7 Zentimeter im Durchmesser. Die Warzen sind weichfleischig, breit konisch geformt, oft rötlich oder purpurn übertönt. Sie haben keinen Milchsaft. Die Axillen sind mit spärlichen Borsten und wenig Wolle besetzt. Die 2 bis 6 Mitteldornen sind nadelig, braun oder schwarz, von unterschiedlicher Länge und zwischen 0,8 und 1,2 Zentimeter lang. Manchmal sind sie auch teilweise gehakt. Die 12 bis 16 Randdornen sind fein, nadelig, weiß oder gelb mit dunkler Spitze und 0,6 bis 0,8 Zentimeter lang.

Die breit trichterig, leuchtend gelben und duftenden Blüten werden 2,5 bis 3 Zentimeter lang mit einem ebenso großen Durchmesser. Die länglich bis verkehrt eiförmigen, grau-grünen Früchte enthalten braune grubige Samen.

Mammillaria beneckei ist ein weit verbreitetes und sehr variables Taxon, sowohl in Bezug auf die Pflanzengröße und Bedornung, wie auch auf die Blütenfarbe (verschiedene Gelbtöne bis fast orange). Einige Klone neigen zu überreichlichem Sprossen.[3]

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria beneckei ist in den mexikanischen Bundesstaaten Michoacán, Sinaloa, Colima, Nayarit, Jalisco, Mexiko, Oaxaca und Guerrero in tiefer gelegenen Lagen verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1844 durch Carl August Ehrenberg.[4]

Synonyme sind folgende beschriebenen Arten und Varietäten:
Oehmea beneckei (C.Ehrenb.) Buxb. (1951), Dolichothele beneckei (C.Ehrenb.) Backeb. (1961), Neomammillaria nelsonii Britton & Rose (1923), Chilita nelsonii (Britton & Rose) Orcutt (1926), Mammillaria nelsonii (Britton & Rose) Boed. (1933), Dolichothele nelsonii (Britton & Rose) Backeb. (1961), Mammillaria balsasensis Boed. (1931), Mammillaria aylostera Werderm. (1938), Mammillaria balsasoidis R.T.Craig (1945), Dolichothele balsasoidis (R.T.Craig) Backeb. (1961), Mammillaria colonensis R.T.Craig (1945), Chilita colonensis (R.T.Craig) Buxb (1954, nom. inval. ICBN-Artikel 33.3), Mammillaria barkeri Shurly (1961, nom. inval. ICBN-Artikel 37.1), Mammillaria guiengolensis Bravo & MacDougall (1962) und Mammillaria beneckei var. multiceps Repp. (1987).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.[5]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. 2. Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5964-2, S. 371.
  • J.J. Krook: Handbuch zur Kenntniss, Fortpflanzung und Behandlung aller bis jetzt bekanntgewordener Cacteen in ihrem ganzen Umfange. Comm.: Th. Tomas, Leipzig 1855, S. 43.
  • Ulises Guzmán, Salvador Arias, Patricia Dávila: Catálogo de cactáceas mexicanas. Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko-Stadt 2003, ISBN 970-9000-20-9, S. 115.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernennung zu Deutschen Konsuln. Vom 4. März 1872 (online).
  2. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 24.
  3. Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. 2. Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5964-2, S. 371.
  4. Carl Ehrenberg: Sieben neue Kakteen. In: Botanische Zeitung. Band 2, Berlin 1844, S. 833, (online)
  5. Mammillaria beneckei in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Arreola, H. & Terrazas, T., 2009. Abgerufen am 20. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mammillaria beneckei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien