Mammutblatt

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Mammutblatt
Mammutblatt (Gunnera manicata), Habitus

Mammutblatt (Gunnera manicata), Habitus

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Gunnerales
Familie: Gunneraceae
Gattung: Gunnera
Art: Mammutblatt
Wissenschaftlicher Name
Gunnera manicata
Linden ex André

Das Mammutblatt (Gunnera manicata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gunnera innerhalb der Ordnung der Gunnerales. Sie wird auch Riesen-Rhabarber genannt, da die Wuchsform Ähnlichkeit mit dem Rhabarber (Rheum rhabarbarum) aufweist, sie ist jedoch nicht verwandt mit diesem. Bei den in Chile vorkommenden Arten wird allerdings der Stiel geschält und wie Rhabarber gegessen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus L'Illustration horticole ...,1884, Tafel 531
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunnera manicata wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 3 Meter erreicht. Die oberirdische Teile sterben zum Herbst hin ab und treiben im Frühjahr neu aus.

Die grundständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist stachelig.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die kleinen und unscheinbaren Blüten sitzen zu tausenden in dem bis zu 1 Meter hohen Blütenstand.

Ökologie und Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunnera manicata bevorzugt feuchte Standorte. Man findet das Mammutblatt in großen Parkanlagen oft als Zierpflanze. Zum Überwintern im Freien muss sie in Mitteleuropa mit Blättern, Reisig oder Ähnlichem vor Kahlfrost geschützt werden. Durch den hohen Anteil an Gerbsäure werden die kriechenden Wurzelstöcke in den Heimatländern zum Gerben genutzt. Gunnera manicata bilden eine Lebensgemeinschaft (Symbiose) mit Blaualgen. Die Blaualgen besiedeln Zellen im Bereich der Basis des Blattstiels. Hier bilden sie Stickstoff für die Pflanze und erhalten im Austausch Kohlenstoff.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunnera manicata stammt aus den Gebirgssümpfen und subtropischen Nebelwäldern der Serra do Mar im südlichen Brasilien.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. Berckholtz: Beiträge zur Kenntnis der Morphologie und Anatomie von Gunnera manicata Linden. Theodor Fischer Verlag, Kassel 1891.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Gunnera manicata. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 23. September 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mammutblatt (Gunnera manicata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien