Nebelwald

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Nebelwald auf Gomera

Als Nebelwald bezeichnet man einen immergrünen Regenwaldtyp, der in den Höhenlagen von tropischen oder subtropischen Gebirgen auftritt.[1] Durch die sehr beständig auftretende feucht-kühle Witterung ist der Nebelwald fast immer in Wolken oder Nebel eingehüllt, was durch Kondensation an der Vegetation die Niederschlagsmenge steigert.[2]

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergnebelwälder gehören zu den gefährdetsten Landökosystemen der Erde.

Lokalisierung zufällige Beispiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebelwald am Kinabalu auf Borneo

Mittelamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Costa Rica im Biologischen Reservat Monteverde.

Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz in der Region Altas Montañas. Auch im Bundesstaat Chiapas gibt es Nebelwälder, z. B. im Naturschutzgebiet El Triunfo oder auch im Nationalpark Lagunas de Montebello.

Südamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang der Ostabhänge der Anden von Kolumbien bis Bolivien in der Höhenstufe "Yunga". In Bolivien z. B. in der Region der Yungas.

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolken an den Flanken des Horton-Plains-Hochplateaus mit Blick in Richtung Küste, Steilhang "World's End", März 2014.

In den Philippinen bei den Reisterrassen von Banaue auf Luzón. An den Hängen des Kinabalu in Sabah auf Borneo. Im zentralen Hochland von Sri Lanka zählt der Horton-Plains-Nationalpark mit seinen Bergregenwäldern zum UNESCO-Naturerbe Central Highlands of Sri Lanka. Osttimor verfügt noch über etwa 100 km² Nebelwälder an verschiedenen Bergen des Landes, so am Foho Taroman.[3]

Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den westlichen kanarischen Inseln: Im Nordosten von Teneriffa im Anaga-Gebirge und auf Gomera. An den Hängen des Kilimandscharo, des Mount Kenya, der Virungas, des Ruwenzori-Gebirges und, an der Grenze zu Westafrika, des Kamerunberges.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nebelwälder (Cloud forests) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meyer grosses Taschenlexikon, Mannheim, Wien, Zürich 1999, Stichwort "Nebelwald", S. 256.
  2. Philip Bubb, Ian May, Lera Miles, Jeff Sayer: Cloud Forest Agenda. (Memento vom 9. November 2007 im Internet Archive) UNEP World Conservation Monitoring Centre, Cambridge 2004 (PDF; 8,4 MB).
  3. Colin Trainor: Three million yr old+ Sky Islands and Cloud Forests in Timor-Leste – First biological exploration of Mt Taroman (1,730 m) a small range in the south-west, abgerufen am 30. Oktober 2015.