Mantilla

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mantilla (Begriffsklärung) aufgeführt.
Frau mit schwarzer Mantilla

Die Mantilla [man'tiʎa] (spanisch „kleine Decke“), auch teilweise als Mantille bezeichnet, war zunächst ein ab dem Mittelalter getragenes Schleiertuch der spanischen Frauen, welches den Kopf, einen Teil des Gesichts und den Hals bis auf die Schultern verhüllte. Sie wird heute noch zur Festtracht getragen und ist größtenteils in Spitzentechnik gefertigt. An der Farbe der Mantilla konnte man in einigen Gegenden Spaniens den Personenstand der Trägerin erkennen; dabei bedeutete Schwarz, dass die Frau verheiratet war, Weiß dagegen Jungfräulichkeit.

Ab etwa Mitte des 18. Jahrhunderts wurde auch ein leichtes Frauenmäntelchen, später überhaupt ein Rückenmantel von leichtem Seidenzeug, der bis an die Knie reichte, als Mantille bezeichnet. Diese Bezeichnung wurde von der Mode als allgemeines Wort für ein leichtes Seidengewebe übernommen.

Die Mantilla wird in schwarz auch von der spanischen Königin während Papstaudienzen getragen, "ein Privileg, das auf den seit Jahrhunderten vom Vatikan an Spaniens Könige verliehenen Ehrentitel "Katholische Majestät" zurückgeht."

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mantilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien