Marc Schuh

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Marc Schuh Leichtathletik
Marc Schuh beim Hessentag 2014
Voller Name Marc Andre Schuh
Nation Deutsch
Geburtstag 12. August 1989
Geburtsort Bergisch Gladbach, Deutschland
Beruf Rollstuhlsprinter
Karriere
Disziplin Sprint
Verein TV Herkenrath
Nationalkader seit 2008
Status aktiv
Medaillenspiegel
Medaillen WM 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Medaillen EM 0 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Medaillen Junioren-WM 10 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IPC-Weltmeisterschaften
0Silber0 2013 Lyon 400 m
0Bronze0 2013 Lyon 100 m
0Bronze0 2011 Christchurch 400 m
IWAS-Weltmeisterschaften
0Gold0 2009 Bangalore 400 m
IPC-Europameisterschaften
0Silber0 2014 Swansea 400 m
0Bronze0 2014 Swansea 100 m
0Bronze0 2014 Swansea 200 m
0Bronze0 2014 Swansea 800 m
IWAS-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2010 Olomouc 100 m
0Gold0 2010 Olomouc 200 m
0Gold0 2010 Olomouc 400 m
0Gold0 2009 Nottwil 100 m
0Gold0 2009 Nottwil 200 m
0Gold0 2009 Nottwil 400 m
0Gold0 2009 Nottwil 4 × 100 m
0Gold0 2008 New Brunswick 100 m
0Gold0 2008 New Brunswick 200 m
0Gold0 2008 New Brunswick 400 m
letzte Änderung: 11. Januar 2015

Marc Schuh (* 12. August 1989 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Rollstuhlleichtathlet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marc Schuh wurde mit einer Fehlbildung der Wirbelsäule geboren, welche das Laufen unmöglich macht. Er absolvierte 2007 das Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium in Bensberg als Jahrgangsbester in Chemie und Physik. Im selben Jahr begann ein Studium der Physik an der Universität Heidelberg, das er 2012 als Bachelor[1] und anschließend 2014 als Master abschloss; seine Masterarbeit behandelt Simulations of the electrostatic and magnetic field properties and tests of the Penning-ion source at THe-Trap.[2] Im Anschluss hat er mit der Promotion begonnen und forscht am Max-Planck-Institut für Kernphysik in der Gruppe von Klaus Blaum. Ziel ist es mit Hilfe von Penning-Fallen das Wissen über den Q-Wert von Tritium zu verbessern.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Umweg über Rollstuhl-Basketball und Rollstuhl-Tennis gelangte er schließlich im Alter von zehn Jahren zur Leichtathletik, als er den Mobifanten-Cup im Rahmen des Heidelberg-Marathons gewann.[4]

2005 wurde er bei seiner ersten Teilnahme an Juniorenweltmeisterschaften in Stoke Mandeville (Vereinigtes Königreich) U18-Vizeweltmeister über 100 und 200 Meter. Bei den Sommer-Paralympics 2008 in Peking erreichte er über 400 Meter das Halbfinale. Im gleichen Jahr sicherte er sich bei den Juniorenweltmeisterschaften in den USA den Weltmeistertitel über 100, 200 und 400 Meter in der Kategorie U20.

Im Jahre 2009 gewann er bei den IWAS World Junior Games in Nottwil Gold über 100, 200, 400 Meter und 4-mal 100 Meter, diesmal in der Kategorie U23. Ebenfalls seit 2009 hält Marc Schuh die deutschen Rekorde über 100, 200 und 400 Meter. Im November 2009 wurde er bei der Teilnahme an den IWAS-Weltmeisterschaften in Bangalore Weltmeister über 400 Meter. Seit 2010 hält er den Europarekord über 400 Meter mit 45,64 s. 2015 konnte er diesen Rekord auf 45,40 s verbessern und stellte damit eine neue zweitschnellste jemals erzielte Zeit auf. Er ist der erste Athlet, der dreimal unter 46 Sekunden bleiben konnte. Bei den Paralympics 2012 in London wurde Schuh Fünfter über 100 und Sechster über 400 Meter. Bei den IPC-Weltmeisterschaften 2013 in Lyon gewann er die Silbermedaille über 400 und die Bronzemedaille über 100 Meter. 2014 startete er bei der IPC-Europameisterschaften in Swansea über 100, 200, 400 und 800 Meter. Über alle vier Strecken konnte er auf das Podest fahren und erzielte über 400 m sein bestes Resultat mit einer Silbermedaille.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edmund Ruppert: Die Paralympics der Behindertensportler. Der Rollstuhlsportler Marc Schuh in Peking. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 2010. Joh. Heider, 2009, ISBN 978-3-87314-444-6, ISSN 0722-7671, S. 232–235.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marc Schuh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simulations of the electrostatic and magnetic field properties and tests of the Penning-ion source at THe-Trap.
  2. Online-Zugang.
  3. THe-TRAP-Projekt. In: Max-Planck-Institut für Kernphysik, Universität Heidelberg.
  4. Zu den sportlichen Erfolgen insgesamt siehe seine persönliche Homepage.