Marcus Eriksson (Basketballspieler)

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Basketballspieler
Marcus Eriksson
2021-06-01 ALBA Berlin gegen ratiopharm Ulm (Play-off-Halbfinale 3, Basketball-Bundesliga 2020-21) by Sandro Halank–149.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 5. Dezember 1993 (28 Jahre und 356 Tage)
Geburtsort Uppsala, Schweden
Größe 201 cm
Position Flügel
NBA Draft 2015, 50. Pick, Atlanta Hawks
Vereine als Aktiver
bis 2010 SchwedenSchweden KFUM Uppsala
2010–2011 SpanienSpanien Bàsquet Manresa
2011–2017 SpanienSpanien FC Barcelona
2013–2014 SpanienSpanien Bàsquet Manresa
2017–2019 SpanienSpanien CB Gran Canaria
seit 2019 Deutschland Alba Berlin

Marcus Per Eriksson (* 5. Dezember 1993 in Uppsala) ist ein schwedischer Basketballspieler.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eriksson spielte bis 2010 bei KFUM Uppsala in seinem Heimatland, teils in der Jugend, teils mit der Herrenmannschaft in der zweiten Liga. Er wechselte vor der Saison 2010/11 zu Bàsquet Manresa nach Spanien, wurde dort in der Jugend sowie in vier Partien der Liga ACB eingesetzt.[1]

2011 nahm er ein Vertragsangebot des FC Barcelona an,[2] verstärkte zunächst die Jugendmannschaft sowie die zweite Barca-Herren in der dritten spanischen Liga, LEB Plata.[3] Erste Kurzeinsätze in Barcelonas Farben in der Liga ACB verbuchte er im Spieljahr 2012/13, während der Saison 2013/14 spielte er leihweise wieder für Manresa, ehe er nach Barcelona zurückkehrte. Im Oktober 2014 zog sich der Schwede einen Kreuzbandriss im linken Knie zu,[4] musste sich einer Operation unterziehen und fiel deshalb lange aus. Im Juni 2015 sicherten sich beim Draftverfahren der NBA die Atlanta Hawks an 50. Stelle die Rechte am Flügelspieler. Er war damit nach Jonas Jerebko und Jeffrey Taylor der dritte Schwede, der jemals in dem Verfahren ausgewählt wurde.[5] Er blieb bis 2017 in Barcelona. Die besten statistischen Werte seiner Barca-Zeit in der Liga ACB erzielte Eriksson im Spieljahr 2016/17, als er in 30 Hauptrundenpartien im Schnitt 6,7 Punkte verbuchte und dabei 42 seiner 94 Dreipunktwürfe traf.[1]

Zur Saison 2017/18 wechselte er innerhalb Spaniens zu CB Gran Canaria, mit der Mannschaft ging er wie in Barcelona teils auch in der EuroLeague ins Rennen. In einem anderen europäischen Vereinswettbewerb, dem EuroCup, trumpfte er während der Saison 2017/18 auf, als er in 14 Begegnungen im Schnitt 15,4 Punkte erzielte und mit einer Trefferquote bei Dreipunktwürfen in Höhe von 54,9 Prozent (82 Versuche, 45 Treffer) glänzte.[6] In der spanischen Liga war der schwedische Flügelspieler in der Saison 2018/19 mit 12,6 Punkten pro Begegnung zweitbester Korbschütze Gran Canarias. Seine 72 getroffenen Dreipunktwürfe waren der Mannschaftshöchstwert.[7]

In der Sommerpause 2019 wechselte Eriksson von Spanien nach Deutschland, er wurde vom Bundesligisten Alba Berlin verpflichtet. Der Berliner Sportdirektor Himar Ojeda war in seiner früheren Tätigkeit für die Atlanta Hawks auch an der Auswahl des Schweden im Draftverfahren der NBA im Jahr 2015 beteiligt gewesen.[8] In der Saison 2019/20 wurde er mit Berlin deutscher Pokalsieger[9] und deutscher Meister.[10] Er war im Meisterjahr mit 12,9 Punkten pro Spiel bester Korbschütze der Mannschaft.[11] Zum Gewinn des Meistertitels 2021[12] trug der Schwede im Schnitt 11,9 Punkte je Begegnung bei und war mit 102 erzielten Dreipunktewürfen Berlins bester Spieler in dieser Wertung.[13] In der Saison 2021/22, in der mit Berlin die dritte Meisterschaft in Folge sowie der deutsche Pokalwettbewerb gewonnen wurde,[14] kam Eriksson nur auf zehn Bundesliga-Einsätze und fehlte ab Anfang Januar 2022[15] wegen einer Plantarsehnenentzündung. Kurz vor dem Saisonende meldete er sich wieder einsatzbereit, stand aber in den verbliebenen Spielen nicht auf dem Feld.[16]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eriksson spielte für Schwedens Jugendnationalmannschaften der Altersklassen U16, U18 sowie U20.[17] 2017 gab er seinen Einstand in der Herrennationalmannschaft.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marcus Eriksson – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ACB.COM. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 20. September 2017; abgerufen am 23. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.acb.com
  2. Barcelona extends Eriksson. In: Euroleague. Abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  3. Marcus Eriksson. In: Federación Española de Baloncesto. Abgerufen am 23. Juli 2019.
  4. Barcelona: Eriksson to undergo knee surgery. In: Euroleague. Abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  5. Marcus Eriksson NBA-draftad. In: basket.se. Abgerufen am 23. Juli 2019 (schwedisch).
  6. Eriksson, Marcus. In: Euroleague. Abgerufen am 23. Juli 2019.
  7. ACB.COM. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 23. Juli 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.acb.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  8. Alba Berlin: Mit Eriksson Richtung Euroleague. In: Berliner Morgenpost. 20. Juli 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
  9. https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2020/02/berlin-basketball-alba-pokalfinale-baskets-oldenburg.html
  10. Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister. (Nicht mehr online verfügbar.) Rundfunk Berlin-Brandenburg, archiviert vom Original am 30. Juni 2020; abgerufen am 28. Juni 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb24.de
  11. Alba Berlin: Statistiken. Basketball-Bundesliga, abgerufen am 28. Juni 2020.
  12. Alba Berlin ist wieder Deutscher Meister. In: Rundfunk Berlin-Brandenburg. 13. Juni 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.
  13. Alba Berlin 2020/2021. In: BBL GmbH. Abgerufen am 13. Juni 2021.
  14. Alba Berlin gewinnt Finale gegen Crailsheim und ist Pokalsieger 2022. In: Rundfunk Berlin-Brandenburg. 20. Februar 2022, abgerufen am 20. Juni 2022.
  15. Marcus Eriksson. In: BBL GmbH. Abgerufen am 20. Juni 2022.
  16. Julian Graeber: Marcus Eriksson könnte den Unterschied ausmachen bei Alba Berlin. In: Der Tagesspiegel Online. 14. Juni 2022, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 20. Juni 2022]).
  17. Marcus Eriksson profile, U20 European Championship Men 2012. In: FIBA. Abgerufen am 23. Juli 2019.
  18. ”Vi måste bara spela ihop oss då kan allt hända”. In: Aftonbladet. Abgerufen am 23. Juli 2019 (schwedisch).