Margarethenhof (Flensburg)

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Der Margarethenhof in Flensburg (2013)

Der Margarethenhof (dänisch: Margrethegård) ist ein Gebäudekomplex im Stadtteil Jürgensby der Stadt Flensburg. Der Hof gehört zu den eingetragenen Kulturdenkmalen der Stadt Flensburg. Er ist Teil der Rum & Zucker Meile.

Stadtansicht Flensburgs von Braun und Hogenberg, die ungefähr zwischen 1572 und 1618 entstand, und auf der eventuell der Hof schon zu sehen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit wann genau der Margarethenhof existiert, ist nicht bekannt. In der Stadtansicht von Braun und Hogenberg, die ungefähr zwischen 1572 und 1618 entstand, ist aber schon ein bei Jürgensby abgelegener Hof am Ufer der Flensburger Förde zu erkennen, bei dem man vermutet, es könnte der Vorläufer des heutigen Hofes sein. Bezeugt ist der Hof seit dem Jahr 1609. Damals war der Hof im Besitz der Familie Lange. In der Folgezeit wechselte der Hof häufig seinen Besitzer.[1]

Im 18. Jahrhundert wandelte sich der Hof zum Unternehmensstandort, als Peter Holst den Hof im Jahr 1759 erwarb und dort begann eine Seifensiederei zu betreiben. Ab dem Jahr 1762 beheimatete der Hof eine Zuckersiederei, weshalb der Hof Zuckerhof genannt wurde. Aus Dänisch-Westindien wurde Rohzucker importiert und zu Zucker, Kandis und Sirup weiterverarbeitet.[1] Im Jahr 1844 erwarb der Kaufmann Nikolaus Jepsen den Hof und benannte ihn nach seiner Schwiegermutter Margarethe Rottmann (* 1780; † 1846), da die Kaution für den Kauf des Hofes von ihrem Ehemann, dem Kaufmann, Reeder und russischen Vizekonsul Friedrich Wilhelm Funke, gestellt worden war.[2] Beim nunmehr Margarethenhof genannten Hof wurde unter Nikolaus Jepsen eine Eisengießerei eingerichtet. Verlandetes Land vor dem Hof diente hier ebenfalls als Baugrund der Gießerei.[1]

Im Jahre 1882 wurde der Hof vom preußischen Architekten Richard Plüddemann, der auch Flensburgs Gericht (vgl. Amtsgericht Flensburg und Landgericht Flensburg) gestaltete, zu einer Fabrikantenvilla umgebaut.[1] Im Zweiten Weltkrieg wurde der nördliche Speicher, der aus dem Jahr 1761 stammte, während eines Bombenangriffes auf Flensburg getroffen und zerstört.[1][3] Zum Ende des Jahrtausends begann eine umfassende Renovierung. Zwischen 1995 und 2003 entstand der neugestaltete Vorplatz vor dem Margarethenhof mit seiner Bebauung.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!, Flensburg 2009, Artikel: Margarethenhof
  2. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Margarethenhof
  3. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 288

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Margarethenhof (Flensburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 54° 46′ 58,5″ N, 9° 26′ 37,1″ O