Maria Anna von und zu Dalberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maria Anna von und zu Dalberg (* 11. März 1891 auf Schloss Dačice (Datschitz); † 22. Februar 1979 in Haus Loburg bei Coesfeld) war eine deutsche Winzerin. Sie war das letzte lebende Familienmitglied der Adelsfamilie von Dalberg, deren berühmtester Vertreter Karl Theodor von Dalberg war.

Leben[Bearbeiten]

Reichsfreiin Maria Anna von und zu Dalberg war die Tochter von Karl, Kämmerer von Worms, Reichsfreiherr von und zu Dalberg und Gräfin Gabriele von Spiegel zum Desenberg-Hanxleden. Sie war das letzte lebende Familienmitglied der Adelsfamilie von Dalberg. Als Schwester von Johannes Kämmerer von Worms, Freiherrn von und zu Dalberg, wurde sie 1940 Erbin des letzten männlichen Namensinhabers.

Am 10. November 1912 heiratete sie in Prag Prinz Franz Emanuel Konstantin zu Salm und Salm-Salm (1876–1965). Damit ging das Geschlecht der Reichsfreiherren von Dalberg im Hause Salm auf, deren Söhne sich fortan Salm-Dalberg nennen. Das Paar hatte sechs Kinder. Das Paar kehrte nach Wallhausen bei Bad Kreuznach zurück, wo sie das Schloss Wallhausen, zwei Kilometer von der Burgruine Dalberg entfernt, mit umfangreichem Weinbergsbesitz übernahmen.

In den 1920er Jahren gehörte Maria Anna, Prinzessin zu Salm–Salm, geb. Reichsfreiin von und zu Dalberg, mit ihrem Mann zu den Gründern des Vereins der Naturweinversteigerer an der Nahe, dem heutigen Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP).

Ihr Sohn Franz Karl Prinz zu Salm-Salm (1917–2011) führte das Weingut weiter. Es ist heute im Besitz von dessen Sohn Michael zu Salm-Salm und ist das älteste in Deutschland, welches sich seit 1200 ununterbrochen im Familienbesitz befindet. Das ehemalige Prinz zu Salm-Dalberg'sche Weingut (heute Weingut Prinz Salm) zählt als Mitglied im VDP zu den besten Weingütern an der Nahe und in Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten]