Marianne Rousselle

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Marianne Rousselle (* 29. Oktober 1919 in Frankfurt am Main; † 3. September 2003 in München) war eine deutsche Bildhauerin und Malerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Teilnahme an einem Modellierkurs für Kinder 1931 begeisterte sich Marianne Rousselle für das plastische Formen. 1934 zog die Familie nach Garmisch-Partenkirchen um, wo Marianne Rousselle in ihrer Freizeit regelmäßig am Unterricht der dortigen Schule für Holzschnitzerei teilnahm. Nach ihrem Schulabschluss und dem Besuch eines Pensionats in Dresden erhielt sie 1937 in Frankfurt am Main Privatunterricht bei dem Schweizer Bildhauer Richard Petraschke und 1938 bei dem Tierplastiker Karl Wagner. 1938–1939 studierte sie Bildhauerei an der Städelschule. Von 1940 bis 1941 setzte sie ihr Studium an der Münchener Kunstakademie bei Bernhard Bleeker fort. Von 1941 bis 1944 studierte sie an der Stuttgarter Kunstakademie bei Fritz von Graevenitz, dessen Meisterschülerin sie von 1942 bis 1944 war. Nach 1945 war sie in Eschenlohe tätig und längere Zeit in Biberach an der Riß. Studienaufenthalte führten sie nach Italien, Tripolis und Paris. Marianne Rousselle war mit dem Psychiater Georg A. Roemer verheiratet, der den Rorschachtest um eine Symboltestserie erweiterte.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Ude schrieb über sie: „Marianne Rousselle lässt sich für ihre Plastiken vom Kreatürlichen anregen. Ihre Stärke: dass sie nicht ‚Wirklichkeit’ abbildet; sie führt Erscheinungsformen auf den plastischen Wesenskern zurück – ungemein vereinfacht und zugleich durchgeistigt.“ (Kiessling S. 460).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primärliteratur

  • Marianne Rousselle: Der weisse Elefant. Autobiographische Skizzen. Buchendorfer-Verlag, München 2003.

Sekundärliteratur

  • Hans Kiessling: Begegnung mit Bildhauern. Eine Dokumentation über 99 Bildhauer mit 491 Bildtafeln und Kurzbiographie. Eos Verlag, Erzabtei St. Ottilien 1982, S. 460–461.
  • 25 Jahre Schwabinger Kunstpreis. Süddeutscher Verlag, München 1986.
  • Hans-Dieter Mück: Marianne Rousselle, in: Klassische Moderne im deutschen Südwesten. Die 'Sezession Oberschwaben am Bodensee'. Mitglieder und Ausstellungen 1947–1957. Hrsg.v.d.Stadt Ochsenhausen 1993, S. 230–233.
  • Marianne Rousselle. Skulpturen 1944–1994. Mit einem Nachwort von Hans-Dieter Mück. Artus Edition, Beilstein 1994.