Marie Leonhardt

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Marie Leonhardt-Amsler (* 1928 in der Schweiz) ist eine schweizerisch-niederländische Violinistin, die seit 1960 verstärkt als eine Pionierin der historischen Aufführungspraxis tätig ist.

Wirken[Bearbeiten]

Marie Leonhardt studierte an der Guildhall School of Music in London unter Max Rostal und an der Schola Cantorum Basiliensis. Sie gewann den Prix de Virtuosité des Genfer Konservatoriums. Früh begann sie mit dem Spiel der Barockvioline und dem Wiedererlernen der alten Spieltechniken. Marie Leonhardt kann in diesem Fach über eine langjährige Laufbahn als Dozentin zurückblicken, die 1968 am Konservatorium Rotterdam begann. Meisterklassen hielt sie unter anderem in London, Kopenhagen, San Francisco, Bremen, Madrid, Tokio, Paris und Sankt Petersburg ab. Marie Leonhardt unterrichtete zeitweise an der Abteilung Alte-Musik des Genfer Konservatoriums, wo sie eine Streicherklasse leitete.

Sie war Konzertmeisterin in Ton Koopmans neu gegründeten Ensemble „Musica Antiqua Amsterdam“ und im Leonhardt-Consort unter der Leitung ihres Gatten Gustav Leonhardt, mit dem sie hunderte Einspielungen vornahm. Ihre Violine ist ein Instrument von Jakob Stainer aus dem Jahr 1676.

Ab 1980 leitete sie die „Summer Academy Casa de Mateus“ (Portugal) und war künstlerische Leiterin des Festivals von Vila Real. Das Barockensemble Mateus, welches Marie Leonhardt mit jungen Musikern gründete, trat auf den großen Alte-Musik-Festivals in ganz Europa auf. 1991 nahm das Ensemble am Macau-Festival teil, mit nachfolgenden Konzerten in den chinesischen Städten Kanton und Shanghai. Seit 2000 ist sie Ehrenpräsidentin des jährlich stattfindenden Alte-Musik-Festivals von Sankt Petersburg [1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.vanwassenaerconcours.nl/juryEN2.php