Marion Kiechle

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Marion Kiechle in der NDR Talk Show (2017)

Marion Brigitta Kiechle (ehemals Kiechle-Schwarz; * 4. April 1960 in Oberkirch) ist eine deutsche Medizinerin und Politikerin (CSU). Seit Oktober 2000 ist sie Direktorin an der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie. Vom 21. März 2018 bis 12. November 2018 war sie bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1979 am Mädchengymnasium Kloster Unserer Lieben Frau in Offenburg studierte Kiechle Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und erreichte 1986 die Approbation. Sie wurde über Nachweis und Charakterisierung EGF-ähnlicher Faktoren in Ovarialkarzinomen promoviert. Nach verschiedenen Forschungsprojekten habilitierte sie sich 1995 bei Albrecht Pfleiderer in Freiburg über Die Bedeutung der Tumorzytogenetik am Beispiel gynäkologischer Neoplasien. Anschließend arbeitete sie als Oberärztin am Universitätsklinikum Freiburg. 1996 wechselte sie an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Oberärztin, später leitende Oberärztin, in der dortigen Frauenklinik. Im Dezember 1999 folgte der Ruf als C4-Ordinaria an die Technische Universität München. Sie war deutschlandweit die erste Frau, die einen Gynäkologie-Lehrstuhl innehatte. 2014 wurde sie in die Leopoldina aufgenommen.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. März 2018 wurde sie von Markus Söder als bayerische Wissenschaftsministerin in sein Kabinett berufen. Kiechle ist Vorsitzende der Bayerischen Bioethik-Kommission und stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission zur Stammzellforschung. Zunächst parteilos, trat sie im April 2018 der CSU bei und wurde am 21. desselben Monats auf Platz 5 der Bezirksliste Oberbayern für die Landtagswahl in Bayern 2018 gesetzt.[2] Nach dem Ablauf der Legislatur im November 2018 schied sie aus der Regierung aus[3] und kehrte an die TU München zurück.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2010 ist sie in vierter Ehe mit dem Fernsehjournalisten und Sportkommentator Marcel Reif verheiratet.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marion Kiechle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Marion Kiechle (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 07. Juni 2016.
  2. Guter Platz für Spaenle auf CSU-Landtagsliste. In: OVB online. 20. April 2018, abgerufen am 21. April 2018.
  3. vgl. Süddeutsche Zeitung vom 13. November 2018 [1]
  4. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.sky-kommentator-im-auto-bepoebelt-bei-dortmund-schalke-fan-attacke-auf-marcel-reif.1edc91f1-0c9f-4f0b-a7f2-e0862adf2345.html