Marisa Rosato

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Marisa Rosato (* 26. Februar 1967 in Venedig, Italien) ist eine deutsche Fotografin.

Marisa Rosato legte ihr Abitur am Oberstufen-Kolleg Bielefeld ab und wurde dort von Gerd Hölscher unterrichtet. Von 1994 bis 2000 studierte sie an der Fachhochschule Bielefeld. Sie diplomierte 2000 bei Karl Martin Holzhäuser. Seit 2001 arbeitet sie als unabhängige Fotografin und Künstlerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosato gewann 2001 den „Herforder Kunstpreis“ mit Ankauf der Arbeit Fragment durch Jan Hoet für die Sammlung des Museums MARTA Herford. Im selben Jahr gewann sie den Special Merit Award des „Canon Digital Creator Contest 2001“ in Tokio. Seit 2000 stellt sie im In- und Ausland aus. Auswahl: Museum der Stadt Lüdenscheid, Kunstverein Gütersloh, Photokina, Galerie im Wasserturm Nahariya in Israel, Kunsthalle Bielefeld, Canon Salon in Tokyo, Shanghai Art Fair China, Rock und Pop Museum Gronau, Zeche Zollverein. Ihr animierter Kurzfilm „Wiedersehn“ lief 2009 auf dem Kurzfilmfestival Bambi & Löwenherz.

  • 2003 Aufnahme in den Bund Bildender Künstler (BBK-OWL)
  • 2005 Aufnahme als Junior-Mitglied in den Bund freischaffender Fotodesigner (BFF).

Nach ihrem Diplom arbeitete Marisa Rosato zwischen den Jahren 2000 und 2007 überwiegend als Fotokünstlerin und Filmdesignerin. Thematisch basierte Ihre Arbeit häufig auf den Bereich Erinnerungsarbeit. So auch die Installation „Fragment“ mit der sie 2001 den Herforder Kunstpreis gewann. In der Installation geht es wie in Orson Wells Film "Citizen Kane", der Teil der Installation ist, um die Bedeutung von Dingen in unserem Leben und über die Reflektionen gängigen Formen medialer Vergegenwärtigung von Vergangenheit.

Das Thema Zeit und Erinnerung ist auch Thema von „Hybrid-Schnittstelle“ die im selben Jahr einen Special Merit Award von Canon in Tokio unter der Jury Mitwirkung von Ryūichi Sakamoto erhielt. Digitalisierte Fotografien verlieren ihre zeitliche Bestimmung. Sie werden zu Fragmenten ohne zeitliche Zuordnung. Lineare Zeit wird zur simultanen Zeit. Die Wahrnehmung der eigenen Existenz bleibt fragmentarisch. Durch die Mug Shot ähnlichen Fotografien entsteht eine neue Sicht auf Altbewährtes, die sich von der herkömmlichen Perspektive unterscheidet.

In ihren Fotoarbeiten "Face" zeigt uns die Künstlerin in den Jahren 2003 bis 2007 dagegen inhaltlich definierte ästhetische Ideen, die stark von der Werbung und Pop-Kultur beeinflusst sind. Ihre Fotoarbeiten zeigte sie auf der Photokina und in der Kunsthalle Bielefeld.

Im Jahr 2007 legte Rosato ihren künstlerischen Schwerpunkt auf die Malerei. Rund 100 POP CHIMPS entstanden als eine witzige Hommage an die Größen des Pop. Durch die Bildnisse hintersinniger Affenportraits, die den Brand-Namen POP CHIMPS tragen, transportiert Rosato stets das, was sie bewegt und anspricht. 2009 gab es dafür den Kunstpreis der Brauerei Herforder und eine Glasedition in einer Auflage von 90.000 Stück. „Witzig, einprägsam und sofort identifizierbar“, sagt Baumgarte (Galerie Samuelis Baumgarte), der mit Stefan Pyrek, Roland Nachtigäller (Museumsdirektor MARTa Herford), Gerhard-Charles Rump (Welt-Feuilletonist) und Catharina Cramer (Warsteiner) die Jury des Künstlerwettbewerbs bildete. 2009 gesellten sich die Baby POP CHIMPS zu der bereits bestehenden Affenreihe. Wie gewohnt stattet die Künstlerin auch hier Primaten mit Attribute rund um den Kosmos aus Musik, Film und Kunst aus. So werden Schimpansen mit starken Umrisslinien zu den von ihr geschätzten Größen zeitgenössischer Pop-Kultur. Ein Statement ganz im Sinne der Künstlerin die sagt: „Ich bin Fan und male was ich schätze.“

2012 entsteht das Projekt „Pop Ahoi“. Teilweise antike Leinwände, die Marisa Rosato auf Flohmärkten oder in Antiquitätenläden aufstöbert, treffen bei Pop Ahoi auf die Comic-Helden der eigenen Kindheit. Drucke von Comicszenen werden in Original-Landschaftsbilder eingebettet. Die alte Leinwand wird so zur Filmkulisse, die eine neue Geschichte erzählt. „Ich mag die Idee, etwas Altes und Bestehendes aufzugreifen, es zu verändern und ins Heute zu transportieren. Die Kunst macht dieses alchemistische Spiel zum Glück möglich.“ so Rosato.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunstpreis der Brauerei Herforder, 1. Platz
  • Canon ProFashional Photo Award 2004
  • Druckerei-Seltmann Werbefotopreis 2004
  • Canon Digital Creators Contest 2001, Tokyo, Special Merit Award
  • Herforder Kunstpreis", 2001, 1. Platz

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum MARTa Herford
  • Galerie der Artothek des Bielefelder Kunstvereins
  • Stadtarchiv Gütersloh
  • Plakartive

Literatur / Publikationen eigener Bildarbeiten in Sammelwerken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. plakartive Bielefeld: Kunst.Stadt.Plakat. Bielefeld Ausstellungskatalog. ISBN 978-3-928804-15-8
  • Jörg Boström: Marisa Rosato, photographs. Ausstellungskatalog. Kunstverein Gütersloh (Herausgeber). Gütersloh, 2006
  • "In Kontakt: Künstlerinnen und Künstler aus Nahariya und Bielefeld". Ausstellungskatalog. Bundesverband Bildender Künstler-OWL. Busch. Druck Medien Verlag, Bielefeld. 2005
  • „Kunst ist kein Luxus..., Bundesverband Bildender Künstler, OWL 1955-2005“. Katalog. Bundesverband Bildender Künstler-OWL. Westfalen-Verlag 2005, ISBN 3-88918-105-8, 2005
  • „Fashion“, Canon ProFashional Photo Award 2004. Katalog. Designers Digest, The Artwork Magazin (Herausgeber). 2005
  • „gedruckt und geschossen“, Druckerei Seltmann Fotopreis 2004. Katalog. Verlag Seltmann&Söhne, 2004
  • Canon Digital Creators Contest 2001, Katalog und CD-ROM, Canon (Herausgeber). Japan 2001
  • Dritter Schömberger Fotoherbst 2000. Katalog. Haus Bühler, Archiv

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]