Marisha Pessl

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Marisha Pessl (* 26. Oktober 1977 in der Nähe von Detroit) ist eine US-amerikanische Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pessls Vater ist Österreicher. Sie studierte an der Northwestern University und der Columbia University Englische Literatur. Danach arbeitete sie als Finanzberaterin bei PricewaterhouseCoopers. 2001 begann sie mit der Arbeit an einem Roman über die Beziehung zwischen einer Tochter und ihrem Vater. Mit einem Begleitbrief („Dies ist ein Debütroman, wie sie ihn dieses Jahr nicht noch einmal lesen werden“[1]) verschickte Pessl ihr Manuskript, für das sie einen hohen Vorschuss bekam: Die alltägliche Physik des Unglücks (engl.: Special Topics in Calamity Physics) wurde 2006 in Amerika veröffentlicht und von der US-amerikanischen Literaturkritik fast durchgehend positiv aufgenommen. Es gelangte auf die Bestsellerliste der New York Times und wurde in dreißig Sprachen übersetzt. Die deutsche Literaturkritik urteilte verhaltener und bemängelte, der Roman sei überladen und ereignisarm. So führte Felicitas von Lovenberg das Buch in der FAZ als Beispiel „postmoderner Besserwisser- und Zitatliteratur“ auf[2]. Georg Diez bezeichnete Pessl (zusammen mit Benjamin Kunkel und Jonathan Safran Foer) als "new American Streber"[3]. Pessl lebt in New York. Ihr Roman Night Film (2013) weise in seinem Schluss Ähnlichkeiten zum Roman Flicker (1991, dt. Schattenlichter) von Theodore Roszak auf.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Special Topics in Calamity Physics. 2006
    • Die alltägliche Physik des Unglücks. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007
  • Night Film. 2013
    • Die Amerikanische Nacht. Aus dem Amerikanischen von Tobias Schnettler. S. Fischer, Frankfurt am Main 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Rezension von Die alltägliche Physik des Unglücks bei Spiegel online
  2. vgl. Pessl bei Perlentaucher
  3. Georg Diez: Nachwuchsautoren: American Streber. In: Die Zeit. Nr. 41/2006 (online).
  4. Jenny Hoch: "Wir alle haben dunkle Seiten, oder?", Literarische Welt, 7. September 2013, S. 3