Mathias Heinicke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Qsicon Fokus2.svg Dieser Artikel wurde am 9. Dezember 2017 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Rechtschreibung, NPOV, ggf. Belegbaustein. --Zxmt Nutze Dein Stimmrecht! 10:00, 9. Dez. 2017 (CET)
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Nur ein Einzelnachweis, Rest ist unbelegt--Mateo K 01 (Diskussion) 12:18, 9. Dez. 2017 (CET)

Matthias Heinicke (* 3. März 1873 in Maria Kulm, Böhmen; † 1956 in Skalná, Tschechoslowakei) war ein Böhmischer Geigenbauer und Schüler des Geigenbauers Ernst Reinhold Schmidt (1857-1928) in Marktneukirchen, Vogtlandkreis, Sachsen.

 Violine von Matthias Heinicke von 1920
Violine von Matthias Heinicke von 1920

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Wanderjahre führten ihn über Berlin und Budapest bis nach Venedig zu Eugenio Degani (Venedig). Letzterer hatte großen Einfluss auf sein Können und die Bautechnik, sodass Heinicke in der Folge zu einem der Hauptvertreter der Geigenbauer in Böhmen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde.[1]

Nach seiner Rückkehr im Jahre 1897 mache er sich im Wildstein bei Eger mit eigener Werkstatt selbständig. Form und Maßgebend für seine Instrumente waren die alten Meister Stradivari und Amati, nach dessen Vorbildern er seine eigenen Violinen fertigte. Dies ist eine noch heute gängige Herangehensweise im Geigenbau, bei der versucht wird die positiven Eigenschaften der Geometrie alter Meister durch Nachbauten zu erhalten.

Diese hat Heinicke stellenweise hervorragend ausgeführt und seine Violinen erzielen, gut erhalten, Preise zwischen 3000-6000 EUR.

Heinicke verwendete oft Tonhölzer, die er aus alten Hölzern aus Kirchenbauten verwenden konnte. Damit konnte er den Zugang zu abgelagerten Holz erleichtern, da ihm die Tonhölzer der Süditalienischen Alpenregion nicht zur Verfügung standen. Der von ihm verwendete Ahorn war optisch gut, fiel aber mehr durch eine schöne, dichte Flammung, als durch hervorragende akustische Eigenschaften auf.

Heinicke verwendete bei seinen Violinen als Ziereinlage einen doppelten Aderstreifen mit hellen Streifen in der Mitte. Nicht immer sind diese Arbeiten mit der Sorgfalt ausgeführt worden, die man von seinem Violinen kennt.

Um die Farberscheinung seiner Violinen-Hölzer zu verbessern mischte er in seinen gelben Schellack orange Patina oder stellenweise rosa Lackpigmente bei.

Die Wölbung der Instrumente fertigte Heinicke eher nach tonalen Aspekten als nach Gefälligkeiten für das Auge. Dies ist den vollem Ton seiner Instrumente jedoch entgegen gekommen. Die F-Löcher schnitt er fast steil, aber mit meisterlicher Präzision.

Heinickes Instrumente zeichnen sich durch einen vollen, warmen Ton, mit starker Präsenz im unteren Bereich aus.

Charakteristisch sind seine schmalen Schneckenausführungen, die er in tiefer Stechung schnitzte.

Über das genaue Geburtsdatum gab es eine Zeitlang Mutmaßungen, es könnte 1871 oder der 23. März 1873 gewesen sein, Karel Jalovec argumentiert aber, der Meister hätte seinen 81. Geburtstag am 5. März 1954 gefeiert[2].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Willibald Leo Freiherr von Lütgendorff: Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 1. Heinrich Keller, Frankfurt am Main 1904, S. 274.
  2. Jalovec, Karel: Böhmische Geigenbauer. Artia, Prag 1959, S. 56.