Mathys AG

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Mathys AG Bettlach
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1946
Sitz Bettlach, Schweiz
Leitung Benjamin Reinmann
(CEO)
Mitarbeiter 562 (12/2016)[1]
Umsatz 116 Mio. CHF (2016)[1]
Branche Medizinaltechnik
Website www.mathysmedical.com

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Die Mathys AG Bettlach (bis 2003 Mathys Medizinaltechnik AG) ist ein international tätiges Schweizer Familienunternehmen mit Hauptsitz im solothurnischen Bettlach. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Implantate für künstlichen Gelenkersatz in den Bereichen Hüfte, Knie und Schulter sowie Biomaterialien für die chirurgische Behandlung von Knochendefekten.

Mathys beschäftigt insgesamt über 560 Mitarbeitende, inklusive jenen in den zwölf Tochtergesellschaften Australien, Belgien, China, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, Japan, Neuseeland, Österreich und Schweiz. Weltweit ist Mathys mit Local Marketing Partnern in über 30 Ländern vertreten.

Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Familien Mathys und Marzo. Benjamin Reinmann fungiert als CEO, Hugo Mathys als Verwaltungsratspräsident.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Mathys Senior[2] gründet 1946 seine Firma, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Apparaten sowie Bestandteile aus rost- und säureresistenten Spezialstählen spezialisiert.

1958 kreuzen sich die Wege von Robert Mathys sen. und Maurice E. Müller. Mathys begann, Implantate und Instrumente für die Knochenchirurgie und die Orthopädie zu entwickeln und zu produzieren. Ab 1960 wurden erste Produkte zur Knochenbruchbehandlung nach den Grundprinzipien der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen unter dem Namen Synthes vermarktet. 1963 begann die Entwicklung des ersten Hüftgelenks; zwischen 1967 und 1988 wurden die Implantate aus dem Hause Mathys unter dem Namen Protek vermarktet. In den 1970er Jahren wurde die zweite Generation im Familienunternehmen tätig.

1980 wurde die unabhängige Non-Profit-Organisation Robert Mathys Stiftung als Forschungsinstitut und Dienstleistungslabor gegründet.

1988 wurde Protek von Sulzer Orthopädie übernommen, womit Mathys bis 1996 für Sulzer entwickelte und produzierte. In den Jahren 1996 und 1997 verkaufte Mathys erstmals seine Produkte unter dem eigenen Namen Mathys Orthopaedics.

2002 übernahm das Familienunternehmen die deutsche Firma Keramed und wurde zum einzigen Orthopädie-Hersteller, der eigene Keramik entwickelt. Die Mathys Keramikproduktion ist im Mörsdorf/Thüringen angesiedelt.

2003 übergab Mathys seinen Osteosynthese-Bereich an die Sythes-Stratec und konzentriert sich ausschliesslich auf die Orthopädie. Am 1. November 2003 entstand die heutige Mathys AG Bettlach, welche mit dem Auf- und Ausbau ihrer Tochtergesellschaften im Ausland begann.

2008 trat mit Livio Marzo als Mitglied des Verwaltungsrates die dritte Generation ins Familienunternehmen ein.

2009 expandierte Mathys nach Asien und eröffnete Niederlassungen in Shanghai, Hongkong sowie Japan; trotz der Wirtschaftskrise wurde im ersten Halbjahr 47 Stellen aufgebaut.[3]

2013 steigt das Unternehmen in den Bereich der Sportorthopädie ein.[4]

Am 31. Januar 2013 wird eine Strasse nach dem Firmengründer Robert Mathys Senior benannt: Der Hauptsitz des Orthopädieherstellers liegt nun an der Robert Mathys Strasse in Bettlach.

2014 wird mit Roger Mathys das zweite Mitglied der 3. Generation in den Verwaltungsrat gewählt.

2016 gründet Mathys seine Tochtergesellschaft in Italien.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mathys AG Bettlach konzentriert sich primär auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Produkten für den künstlichen Gelenkersatz. Produziert wird vorwiegend in der Schweiz (Bettlach, SO) aber auch in Deutschland (Mörsdorf/Thüringen). Die Leistungen des Unternehmens umfassen Implantate für Hüfte[5], Knie[6] und Schulter[7] sowie künstliches Knochenersatzmaterial[8] und Produkte für die Sportmedizin[9]: 2009 entwickelt die Mathys AG Bettlach unter der Leitung einer Forschungsgruppe der beiden Berner Spitäler Sonnenhof AG Bern und Inselspital eine neue Methode zur Operation von frischen Kreuzbandrissen. Das Implantat namens Ligamys erlaubt im Idealfall die biologische Selbstheilung und den Erhalt eines vorderen Kreuzbandes.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daten und Fakten
  2. Unternehmensgeschichte. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 11. Januar 2010.
  3. Pressemitteilung: Mathys schafft 47 neue Stellen (PDF; 23 kB) Abgerufen am 11. Januar 2010.
  4. Pressemitteilung: Mathys wächst weiter und eröffnet neuen Geschäftsbereich (PDF; 90 kB) Abgerufen am 5. Februar 2013.
  5. Mathys Hüft Portfolio. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 11. Januar 2010.
  6. Mathys Knie Portfolio. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 11. Januar 2010.
  7. Mathys Schulter Portfolio. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 11. Januar 2010.
  8. Mathys Knochenersatzmaterialien. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 11. Januar 2010.
  9. Mathys Sportmedizin. Mathys AG Bettlach. Abgerufen am 5. Februar 2013.
  10. Ligamys. Abgerufen am 2. September 2013.