Max Eifert

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Dieser Artikel beschreibt den Pfarrer Carl Maximilian Eifert. Zu weiteren Bedeutungen siehe Eifert.

Carl Maximilian Eifert (* 1. Juni 1808 in Tübingen; † 24. Dezember 1888 in Künzelsau) war Pfarrer, Heimatforscher und Schriftsteller.

Max Eifert war von 1840 bis 1849 Pfarrer in Calmbach, von 1849 bis 1881 Pfarrer in Eningen unter Achalm. Als er in Ruhestand ging, bat er um ein Stück Land, welches im 19. Jahrhundert noch weit außerhalb des Ortes lag. Die Gemeinde Eningen unter Achalm überließ ihm dieses Land entlang der jetzigen Lortzingstraße auf Lebenszeit.

Helene Lange, eine der wichtigsten Vertreterinnen der frühen deutschen Frauenbewegung, verbrachte 1864 als 16-Jährige ihr „Pensionsjahr“ für höhere Töchter im Haushalt Eiferts in Eningen und beschloss dort. Der selbstverständliche Ausschluss der Frauen von jedem intellektuellen Gespräch schockierte sie und bestärkte in ihr wohl das Gefühl, sich für das auf ein Frauenstudium einzusetzen. Zugleich war sie zutiefst fasziniert von dem Pfarrehepaar, seiner Klugheit und seiner Offenheit. In ihren Lebenserinnerungen setzt sie dem Pfarrhaus und Max Eifert ein bemerkenswertes Denkmal.[1]

Max Eifert erhielt 1871 den Königin-Olga-Orden und 1874 das Ritterkreuz des Friedrichs-Ordens I. Klasse.[2] In Calmbach erinnert eine Straße an ihn, in Eningen eine Hinweistafel auf der nach ihm benannten „Eiferthöhe“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Wahrzeichen von Tübingen. Erzählung aus dem 15. Jahrhundert. Eifert, Tübingen 1847 (3. Aufl. 1863; Nachdrucke 1924, 1978)
  • Geschichte und Beschreibung der Stadt Tübingen. Fues, Tübingen 1849 (Nachdrucke 1977, 1978, 1982)
  • Nachrichten zur Geschichte von Calmbach und Höfen. Verlag der Stiftungspflege, Calmbach 1850 (Nachdruck 1993[3])
  • Namen-Büchlein oder Verzeichniß und Erklärung der gebräuchlichsten Taufnamen, mit beigefügten entsprechenden Bibelsprüchen. Für Eltern, Lehrer und Kinder. Eifert, Tübingen 1851 (2. Aufl. Baur, Reutlingen 1870)
  • Der Führer durch Reutlingen und seine Umgebung. Palm, Reutlingen 1878

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Max Eifert – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helene Lange: Lebenserinnerungen. Berlin: Herbig, 1925, Kap. 8, URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/lebenserinnerungen-7074/8.
  2. www.mianba.de
  3. http://www.mianba.de/heimatforschung/frameeifert.html