Max Frisch-Archiv

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Max Frisch-Archiv
Logo Max Frisch-Archiv.png

Gründung 1980
Bestand rund 50'000 Einheiten
Bibliothekstyp Wissenschaftliche Bibliothek, Literaturarchiv
Ort Zürich
Leitung Tobias Amslinger
Website www.mfa.ethz.ch
Max Frisch-Archiv Leesesaal

Das Max Frisch-Archiv ist eine eigenständige wissenschaftliche Einrichtung der Max Frisch-Stiftung mit Sitz an der ETH-Bibliothek. Es betreut den Nachlass des Schweizer Schriftstellers Max Frisch und steht für wissenschaftliche, journalistische und künstlerische Recherchen zur Verfügung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Max Frisch-Archiv ging die Gründung der Max Frisch-Stiftung im Jahr 1979 voraus. Gemeinsam mit seinem Verleger Siegfried Unseld und den übrigen Stiftungsräten (Peter Bichsel, Adolf Muschg und Peter von Matt) beschloss Frisch die „Schaffung eines Max Frisch-Archives, das sich in der Schweiz befinden soll, als Arbeitsstätte für die Forschung“. Nach dem Tod des Schriftstellers sollte die Stiftung „die Verwaltung des literarischen Nachlasses mit allen Rechten und Pflichten“ übernehmen.[1]

Das Max Frisch-Archiv wurde im Jahr 1980 am Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur an der ETH Zürich eingerichtet. 1981 nahm der Germanist Walter Obschlager seine Arbeit als erster Archivar auf.[2] Seit April 1983 ist das Archiv öffentlich zugänglich. Im April 2004 erfolgte ein Umzug in die Räumlichkeiten der ETH-Bibliothek, in die es seit Juli 2008 auch administrativ eingebunden ist. Die Leitung hat seit dem 1. September 2016 der Literaturwissenschaftler Tobias Amslinger inne.

Bestand und Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kern des Bestandes bildet der Nachlass von Max Frisch. Dazu gehören die Korrespondenzen und Notizhefte, Manuskripte und Typoskripte, Pläne und Geschäftsunterlagen aus seiner Zeit als Architekt sowie verschiedene Lebensdokumente. Eine umfangreiche Sammlung an Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Fotografien und Filmaufnahmen, Theaterplakaten und Programmheften dokumentiert die internationale Verbreitung und Rezeption des Werks.

  • Rund 110 Laufmeter Archivgut (Typoskripte, Briefe, Notizhefte etc.)
  • 3'098 Bücher
  • 4'959 Fotos
  • 497 CDs und DVDs

(Stand: 1. Januar 2017)

Stiftungsrat der Max Frisch-Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zusammensetzung des Stiftungsrates entspricht bis heute Frischs Vorgaben. Dem Gremium müssen mindestens ein Schriftsteller und ein Literaturwissenschaftler angehören, ausserdem der Verleger der Werke Max Frischs sowie ein Vertreter der Familie:

Der Stiftungsrat der Max Frisch-Stiftung bildet gleichzeitig die Jury zum alle vier Jahre von der Stadt Zürich vergebenen und mit 50'000 Franken dotierten Max Frisch-Preis.

Laufende Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Digitalisierungsprojekt MFA_online
  • Wechselnde Ausstellungen im Hauptgebäude der ETH Zürich und im Max-Frisch-Bad
  • Führungen und Veranstaltungen
  • Editionen aus dem Nachlass

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stiftungsurkunde der Max Frisch-Stiftung. Max Frisch-Archiv, Zürich
  2. http://www.mfa.ethz.ch/ueber-uns.html