Maximilian von Heyl

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Maximilian von Heyl

Maximilian Heyl, seit 1886 Freiherr Heyl zu Herrnsheim (* 23. August 1844 in Worms; † 26. Februar 1925 in Darmstadt) war ein deutscher Unternehmer und Mäzen.

Der aus der Adelsfamilie Heyl zu Herrnsheim stammende Maximilian war wie sein älterer Bruder Cornelius Wilhelm durch die Wormser Lederindustrie zu einem großen Vermögen gelangt, nämlich als Teilhaber an den „Heylschen Lederwerken“. Er nahm 1870/1871 am Krieg gegen Frankreich teil. 1886 wurden er und sein Bruder in den hessischen Adel aufgenommen und in den Freiherrnstand erhoben. Zuletzt stand er als Generalleutnant à la suite. Verheiratet war er seit 1871 mit Doris Stein.

In seiner Heimatstadt Worms und in Darmstadt werden ihm als Sammler älterer Kunst sowie als Förderer von Künstlern der Moderne große Verdienste zugeschrieben. So förderte er wiederholt das 1879 durch den örtlichen Altertumsverein gegründete Museum der Stadt Worms durch Stiftungen und hatte schon vorher für die Renovierung und Innenausstattung der Kirche St. Paulus gesorgt, in der seitdem das Museum untergebracht war. Im Juni 1924 schenkte er eine Sammlung von Werken Arnold Böcklins der Stadt Darmstadt, wofür ihm am 17. Juli 1924 die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde. Die Sammlung wurde dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt als Leihgabe überlassen. Als sich abzeichnete, dass in der Pauluskirche ein Dominikanerkloster entstehen sollte, vermachte er in seinem Testament dem städtischen Museum finanzielle Mittel zum Erwerb des ehemaligen Andreasstifts, das einige Jahre nach seinem Tod tatsächlich Heimat des Museums wurde.

Maximilian Heyl starb am 26. Februar 1925 in Darmstadt. Sein Leichnam wurde am frühen Morgen des 28. Februar desselben Jahres nach Worms überführt, wo er um 11 Uhr im Rahmen einer kleinen Trauerfeier in der Gottliebenkapelle beigesetzt wurde.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtarchiv Worms, Abt. 186 Nr. 437.