MechWarrior Online

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
MechWarrior Online
MechWarrior Online Logo.png
Studio Piranha Games
Publisher Infinite Game Publishing
Erstveröffent-
lichung
Open Beta: 29. Oktober 2012, Finalversion: 17. September 2013
Plattform Microsoft Windows
Spiel-Engine CryEngine 3
Genre Simulationsspiel, Actionspiel, Online-Spiel
Thematik BattleTech, Mechs, Military-Science-Fiction
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Maus, Tastatur, Joystick
Systemvor-
aussetzungen
12 GB Festplattenspeicher, Windows XP SP3, Prozessor: Athlon II X2 245e (2x3Ghz) oder Core 2 Duo E5200 (2x2.66Ghz), Arbeitsspeicher: 4 GB, Grafikkarte: HD 5600 / 8800GT
Medium Download
Sprache Englisch
Information Benötigt Internetverbindung

MechWarrior Online ist ein Mech-Simulationsspiel vom kanadischen Entwicklerstudio Piranha Games. Es wurde als Free-to-play-Online-Spiel konzipiert und erschien 2013 für Windows. Es spielt im BattleTech-Universum.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: BattleTech

Der Spieler übernimmt die Rolle eines MechWarrior, eines Piloten der BattleMechs, kurz Mech genannt. Große, schwer bewaffnete Kampfroboter aus dem 31. Jahrhundert. Kriegsschauplatz ist die Innere Sphäre, in der sich diverse Adelshäuser und Söldner gegenseitig um Territorien bekriegen.

Gameplay[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BattleMechs lassen sich nach eigenen Vorlieben in einem Hangar nach Wunsch bewaffnen, panzern und ausrüsten. In Kämpfen mit bis zu 12 gegen 12 Spielern lassen sich C-Bills, eine Spielwährung, und Erfahrungspunkte verdienen, mit denen man Mechs kaufen, sie aufrüsten und anpassen kann. Eine Einzelspieler-Kampagne gibt es nicht, das Spiel beschränkt sich lediglich auf Online-Matches, die man entweder öffentlich mit zufälligen Spielern, oder geschlossen mit Freunden bestreitet. Die Spielmodi sind Assault (Basisverteidigung bzw. Angriff), Conquest (Eroberung) und Skirmish (Team-Deathmatch). Gekämpft wird aus der First-Person(Cockpit)- oder wahlweise aus der Third-Person-Perspektive. Während der Matches ist die taktische Vorgehensweise im Team siegentscheidend. Bei Kämpfen muss der Spieler vor allem das Hitzemanagement, also die Abwärme der abgefeuerten Waffen, im Auge behalten, da sich sonst sein BattleMech, bzw. dessen Fusionsreaktor-Antrieb überhitzt und zum Herunterkühlen für kurze Zeit abschaltet und in Extremfällen gar explodiert.

Seit Ende 2014 existiert ein weiterer Spielmodus, die sogenannte Community Warfare:
Dabei handelt es sich um eine (mit den Clans hinzugekommene) Spielvariante, bei der, weiterhin unterteilt in Teams von zwölf Spielern, die Mitglieder der einzelnen Fraktionen entsprechend ihrer Zugehörigkeit (Häuser der sog. Inneren Sphäre sowie der Clans) um einzelne Planeten bis hin zu ganzen Gebieten der Inneren Sphäre kämpfen. Die für das Battletech-Universum ikonischen Mercenaries (dt. Söldner) finden bislang nur in zeitlich begrenzten Verträgen mit einer der o.g. Fraktionen Berücksichtigung, was im Spielgeschehen als reguläre Zugehörigkeit zur jeweiligen Fraktion dargestellt wird. Anders als im regulären Spiel (mittlerweile als Quick Play gekennzeichnet), bei dem jeder Spieler nur einen Mech steuert und nach dessen Zerstörung nur noch als Beobachter am restlichen Match teilnehmen kann, verfügt man im deutlich längeren Community Warfare- Match über ein Landungschiff, welches (unter Beachtung einer Tonnagebegrenzung) frei mit vier Battlemechs bestückt werden kann. Diese müssen allerdings zur gegenwärtig gewählten Hauptfraktionen gehören, d.h. wer für eines der Häuser der Inneren Sphäre antritt, muss auch die entsprechenden Battlemechs ins Feld führen, auch wenn er Clan-Mechs besitzt. Im Falle der Zerstörung des zuerst gewählten Mechs wird der Spieler ins Landungsschiff zurückversetzt, welches ihn nach einer kurzen Wartezeit an einem der festgelegten Startpunkte absetzt, in einem seiner noch verfügbaren Mechs. Beim Verlust all seiner Mechs erleidet der Spieler den sogenannten Permadeath (von engl. permanent death, dt. Dauertod) und kann das restliche Match nur noch als Beobachter verfolgen. Der Sieg sowie die Niederlage bringen dem Spieler wie gewohnt CBills und Erfahrungspunkte, abhängig von seiner Leistung, ein; im Falle eines Sieges erhält er außerdem Punkte für die Loyalität zur gegenwärtigen Fraktion. Diese führen, nach der Ansammlung gewisser Punktzahlen, zu einem Aufstieg innerhalb der Ränge der entsprechenden Fraktion, welche wiederum mit diversen Belohnungen einhergehen, so zum Beispiel auch einer Mechbay (Garagenstellplatz), welche regulär nur mit Echtgeld zu erwerben ist.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Juni 2009 gab der ehemalige Spielentwickler Smith & Tinker bekannt, dass er zusammen mit dem Studio Piranha Games am fünften Teil der MechWarrior-Reihe arbeite.[1] Ende Oktober 2011 gab Piranha Games bekannt, weiter an dem Spiel zu arbeiten und eine entsprechende Lizenzvereinbarung mit Smith & Tinker getroffen zu haben. Es sollte jedoch als Online-Spiel nach dem Free-to-play-Modell unter dem Namen MechWarrior Online in der zweiten Jahreshälfte 2012 erscheinen.[2] Als das Studio Smith & Tinker jedoch geschlossen wurde, gingen die zuvor erworbenen Lizenzrechte an MechWarrior wieder auf Microsoft über und verblieben nur teilweise bei Piranha Games.[3] Das Spiel wird beständig um weitere Spielinhalte wie etwa neue Mechs, Waffen, Ausrüstungsmodule und Karten mittels Patches erweitert.

Am 29. Oktober 2012 erschien von Piranha Games die Open Beta von MechWarrior Online. Am 17. September 2013 wurde das Spiel offiziell veröffentlicht.

Am 13. Dezember 2013 ist die Clan Collection erschienen, deren Umfang acht OmniMechs der Clans umfasst, welche im Jahr 3050 die Innere Sphäre invadieren. Seitdem halten diese Einzug in das Spiel.

Am 8. September 2014 gab Piranha Games Inc. bekannt, dass es nun durch Verhandlungen mit dem Publisher Infinite Game Publishing seit dem 1. September 2014 die alleinigen Lizenzrechte an MechWarrior Online nach drei Jahren Zusammenarbeit besitze.[4]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MechWarrior Online ist free-to-play (kostenlos spielbar) und finanziert sich mit sogenannten Mikrotransaktionen. Dazu zählen Spielinhalte, wie etwa erweiterter Hangar-Platz für zusätzliche Mechs, Tarnfarben, spezielle Lackierungen usw., welche man mit MechWarrior Credits, kurz MC, erwirbt, welche man gegen Echtgeld kaufen kann. Somit decken die Mikrotransaktionen lediglich Komfort-Extras und Individualisierungsmöglichkeiten ab, was es nicht zu einem sogenannten Pay-to-win-Spiel macht, bei dem zahlende Spieler im Vergleich zu nicht-zahlenden Nutzern deutliche Spielvorteile erwerben können. Es lassen sich sämtliche maßgebenden Spielinhalte auch ohne Echtgeld, durch erspielte Ingame-Währung, den C-Bills, erwerben.

Pressespiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewertungen in deutschen PC-Spielezeitschriften:

  • GameStar: Spielspass 85 % „sehr gut“.[5]
  • PC Games: 85 % „Erstklassiges Multiplayer-Mech-Spektakel mit fairem F2P-Preismodell.“[6]
  • buffed: 76 % [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://pc.ign.com/articles/100/1002275p1.html
  2. http://www.pcgamer.com/2011/10/31/meet-mechwarrior-online-piranhas-free-to-play-tactical-mech-sim
  3. http://www.mektek.net/forums/topic/208502-before-posting-on-mechwarrior4
  4. mwomercs.com - On Piranha Games
  5. Wertung der GameStar
  6. Wertung von PC Games
  7. Wertung von buffed.de