Medicago littoralis

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Medicago littoralis
Medicago littoralis, blühende Pflanze mit unreifen Früchten

Medicago littoralis, blühende Pflanze mit unreifen Früchten

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Trifolieae
Gattung: Schneckenklee (Medicago)
Art: Medicago littoralis
Wissenschaftlicher Name
Medicago littoralis
Rohde ex Loisel.
Medicago littoralis, Früchte

Medicago littoralis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schneckenklee (Medicago).

Beschreibung[Bearbeiten]

Medicago littoralis ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 15 Zentimeter erreicht.

Die wechselständig und spiralig angeordneten, gestielten Laubblätter sind dreiteilig gefiedert. Die Fiederblättchen sind verkehrt-dreieckig bis verkehrt-eiförmig. Der Spreitenrand ist im oberen Teil gesägt. Die Spreiten sind beidseitig dicht behaart. Die Nebenblätter sind gezähnelt.

Die traubigen Blütenstände tragen 2 bis 5 Schmetterlingsblüten. Die Blütenstandsachse ist um ein Drittel länger als der Blattstiel des angrenzenden Blattes.

Die Hülsenfrüchte sind schneckenartig eingerollt und bestachelt. Die Schnecken sind klein, zylindrisch und kahl. Die Stacheln werden zwischen 4 und 5 Millimeter lang und stehen im Winkel von 90° bis 120° zur Windungsoberfläche. Jede Hülse enthält drei Samen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Art ist im Mittelmeerraum heimisch und kommt sowohl in den europäischen Mittelmeeranrainerstaaten, als auch im Nahen Osten und in Nordafrika vor. Sie ist außerdem auch auf den Kanaren, am Schwarzen Meer und am Kaspischen Meer verbreitet. Neophytische Vorkommen finden sich an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in West- und Südaustralien.

Ökologie[Bearbeiten]

Medicago littoralis lebt in einer mutualistischen Symbiose mit dem Knöllchenbakterium (Rhizobiaceae) Sinorhizobium meliloti. Dieses besitzt die Fähigkeit, elementaren, molekularen Stickstoff zu binden.

Kultur[Bearbeiten]

Die Art wird als Futterpflanze verwendet, dabei kann sie sowohl zu Heu als auch zu Silage verarbeitet werden. Die Erträge liegen dann bei 1,2 bis 5 Tonnen Silage pro Hektar beziehungsweise 0,4 bis 2,6 Tonnen Heu pro Hektar.

Quellen[Bearbeiten]