Medyka

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Medyka
Wappen von ????
Medyka (Polen)
Medyka
Medyka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Landkreis: Przemyśl
Geographische Lage: 49° 48′ N, 22° 56′ O49.80416666666722.931944444444Koordinaten: 49° 48′ 15″ N, 22° 55′ 55″ O
Einwohner: 2583 ([1])
Postleitzahl: 37-732
Telefonvorwahl: (+48) 16
Kfz-Kennzeichen: RPR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 28
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 7 Schulzenämter
Fläche: 60,00 km²
Einwohner: 6489
(30. Jun. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 108 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1813062
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Mark Iwasieczko
Adresse: Medyka 228
37-732 Medyka
Webpräsenz: www.medyka.itl.pl/ug/



Medyka ist ein Dorf im Powiat Przemyski in der Wojewodschaft Karpatenvorland, Polen. Es ist zugleich Sitz der gleichnamigen Landgemeinde (gmina wiejska).

Geographie[Bearbeiten]

Medyka liegt ca. zehn Kilometer östlich von Przemyśl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Dort befindet sich auch ein großer Grenzübergang zur Ukraine an der Droga krajowa 28.

Geschichte[Bearbeiten]

Spuren deuten darauf hin das die Gegend schon in der Bronzezeit besiedelt war. Münzfunde belegen Handelsbeziehungen zum römischen Reich. Die Münzen sind aus der Zeit der Kaiser Hadrian, Antoninus Pius. Diese Handelsbeziehungen kamen mit der Völkerwanderung zum Erliegen. In der Umgebung waren ostslavische Stamm der Chorvaten ansässig. Vom elften bis zum dreizehnten Jahrhundert war Medyka Teil des Kiewer Rus das nach dem Tod von Jaroslaw dem Weisem in einzelne Fürstentümer zerfiel. Unter Kasimir dem Großen Medyka das Stadtrecht verliehen. Eine erste Erwähnung als „Medyce“ stammt aus dem Jahr 1403. Im fünfzehnten Jahrhundert stand im Ort eine hölzerne Burg, diese wurde 1542 umgebaut und verstärkt. Auf den Resten der Burg wurde Ende des achtzehnten Jahrhundert ein Palasts errichtet. Heute sind vom Palast und der Burg nur noch Reste erhalten. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verfiel die Anlage In der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhundert hatte Medyka 1101 Einwohner. 1772 kam Medyka zu Österreich und wurde Teil Galizien. 1831 wurde eine Schule für Gartengestaltung eingerichtet. [3]

Im September 1939 wurde der Ort nach der Besetzung Ostpolens durch die Sowjetunion besetzt und war dann ab 1940 Hauptort des neugeschaffenen Rajons Medyka, kam im August 1941 nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion zum Distrikt Krakau im Generalgouvernement[4] und war nach der Rückeroberung durch die Rote Armee 1944 bis 1948 ein Teil der Ukrainischen SSR in der Oblast Drohobytsch.[5][6]

Nach dem Krieg kam Medyka erst 1948 zu Polen.[7]

Von 1975 bis 1998 gehörte das Dorf zur Woiwodschaft Przemyśl.[8]

Gemeinde[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 60,0 km². 82 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 1 % sind mit Wald bedeckt.[9]

Sołectwa[Bearbeiten]

Zu der Gemeinde gehören die 7 Sołectwa (Schulzenämter): Hureczko, Hurko, Jaksmanice, Leszno, Medyka, Siedliska und Torki.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gmina Medyka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. mapa szukacz.pl pilot.pl (polnisch, abgerufen am 18. August 2013)
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 2. Dezember 2014.
  3. Webseite der Gemeinde (polnisch, abgerufen am 18. August 2013)
  4. http://www.territorial.de/gg/przemysl/gem1944.htm
  5. Ukas über die Einrichtung der Oblaste in den westlichen neuen Gebieten
  6. «Украинская ССР. Административно-территориальное деление» = «Українська РСР. Адмінистративно-териториальний поділ». — Киев: Украинское издательство политической литературы, 1947. — С. 133—156. — 28 000 экз.
  7. Gimnazjum Medyka (polnisch, abgerufen am 18. August 2013)
  8. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  9. regioset.pl (pl/en abgerufen am 17. August 2013)