Meica

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Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1908
Sitz Edewecht
Leitung Michael März (Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl 400 (2006)
Umsatz 82,5 Mio. Euro (2014)[1]
Branche Nahrungsmittel, Fleischverarbeitung
Website Meica.de

Die Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG ist ein mittelständischer fleischverarbeitender Betrieb in Familienbesitz. Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit ist die Produktion unterschiedlicher Wurstspezialitäten und Fertiggerichte. Firmensitz ist Edewecht. Meica leitet sich von den Namen Meinen & Kahmann ab. Eigentümer des Unternehmens sind die Erben des Firmengründers Fritz Meinen.

Rechtsverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG ist im Handelsregister Oldenburg unter A 120020 eingetragen. Lt. Veröffentlichung vom 7. Februar 2008 sind persönlich haftende Gesellschafter die Meinen & Kahmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HR B 120014) und Georg Bach, Edewecht. Geschäftsführer der GmbH ist Michael März.

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1908 von dem Landwirt und Metzgermeister Fritz Meinen in Edewecht gegründet. 1949 führte das Unternehmen die erste Schwarzblechdose für Würste ein. 1973 produzierte es zum ersten Mal Würstchen mit 100 % Rindfleischanteil als eigene Produktreihe. Der Vertrieb des Produktsortiments erfolgt, abgesehen von einem Werksverkauf[2], zumeist über den Lebensmitteleinzelhandel. 2006 waren hier rund 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird neben einer einzelnen Ökolinie ein umfangreiches Sortiment aus konventionellen Rohstoffen produziert:

  • Kleine Knackzarte
  • 3-Minuten-Topf
  • Mini Wini
  • Deutschländer
  • Trueman’s – American Style Hot Dog
  • Bratmaxe
  • Trueman’s Chicken
  • Eisbeinfleisch in Aspik
  • CurryKing
  • Torfstecher
  • Wies’n Wirt
  • KohlKönig
  • WürstchenLunch
  • Wurstmaxe
  • Grillmaxe

Die Wortmarke Bio-Maxe wurde im ersten Quartal 2006 ebenfalls auf Meica übertragen, nachdem sie zuvor von einem süddeutschen Wettbewerber gehalten worden war.

Es werden nach eigenen Angaben jede Woche mehrere Millionen Würste gefertigt.

Seit der BSE-Krise produziert das Unternehmen unter dem Namen Bio-Krusenhof Biogeflügelwurst, Bio-Fertiggerichte (mit und ohne Fleisch), Bio-Würstchen, Bio-Kühlprodukte und Bio-vegetarische Würstchen nach der EG-Öko-Verordnung. Über die Herkunft des hierbei verwendeten Fleisches sind keine Angaben veröffentlicht.

Während der späteren Nitrofen-Krise wurden rund 80.000 Einheiten der Biogeflügelprodukte zurückgezogen, nachdem Laborproben ein Falsch-positiv ergeben hatten.

Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991 Meica macht das Würstchen (Agentur Pahnke Markenmacherei)
  • 1993 Deutschländer[3] (Agentur Pahnke Markenmacherei)

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nach einem Bericht des Magazins Jungle World entließ das Unternehmen im Frühling 1988 eine Betriebsrätin, weil sie sich "am Firmeneigentum bereichert" habe, indem sie sich während der Arbeitszeit Würstchen heiß machte. Ein Bremer Richter bestätigte den Vorwurf.
  • Auf eine Anfrage der taz nach den sozialen und ökologischen Bedingungen ihrer Produktion reagierte das Unternehmen mit der Aussage, man beantworte grundsätzlich keine Anfragen zu den Produkten seitens der Presse oder Verbraucherorganisationen.[4]
  • Abgesehen von Nährwertangaben stellt das Unternehmen auf seiner Webseite keinerlei Informationen über Herkunft und Verarbeitung der verwendeten Rohstoffe, Qualitätssicherungsmaßnahmen und Corporate Responsibility zur Verfügung.
  • 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen 21 Wurstunternehmen, darunter Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG, Edewecht, eine dreistellige Millionenstrafe wegen illegaler Preisabsprachen.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Spiegel, 23/2002 3. Juni 2002, Gift im Garten Eden, Seite 78–84 (Bericht über eine bundesweite Rückrufaktion wegen Nitrofen)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Statistik-Portal (Memento des Originals vom 31. Juli 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.statista.com, abgerufen am 31. Juli 2016
  2. https://www.oeffnungszeitenbuch.de/filiale/Ostfriesland%252CEdewecht-Fabrikverkauf%2520Meica-1258306Y.html
  3. vgl. Jungle World, Jürgen Kiontke, Fünf Jahre "Deutschländer"-TV-Spots, Deutschland, erbrühe! (Memento des Originals vom 18. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jungle-world.com.
  4. Die deutschen Fleischer mauern, taz, 21. Januar 2004, Seite 8.
  5. Bundeskartellamt verhängt Bußgelder gegen Wursthersteller.