Meir Auerbach

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Meir Auerbach (* 10. Februar 1815 in Kowel, Russisches Kaiserreich; † 8. Mai 1878 in Jerusalem) war ein jüdischer Gelehrter des 19. Jahrhunderts, Rabbiner in Kowel, Koło, Kalisz und aschkenasischer Oberrabbiner in Jerusalem.

Mit 25 Jahren wurde er Rabbiner in Kowel. Ab 1857 war er Rabbiner in Koło und später in Kalisz.[1] Im Jahr 1860 ließ er sich in Jerusalem nieder, wo er die Kehillah und Jeschiwa Ohel Jacob (Haus Jakobs) gründete und anschließend der aschkenasische Oberrabbiner von Jerusalem wurde. Er gründete ein unabhängiges aschkenasisches Gremium für das Schächten, was bis zum Jahre 1864 zu einem Konflikt mit dem Hahambaşı und seiner sephardischen Kehillah führte, da diese bis dahin das Schächten kontrollierten.[2]

Gemeinsam mit dem Rabbiner Schmuel Salant stellte er 1866 das unter dem Namen Wa'ad ha-Kelali bekannte Zentralkomitee zusammen, dessen Aufgabe es war die Verteilung der weltweiten Spenden für verarmte Aschkenasim in Palästina zu verwalten.[2]

Auerbach war ein Verteidiger der Tradition und setzte sich gegen Reformen, vor allem gegen eine säkulare Ausbildung in Jerusalem, ein.[3] Sein Hauptwerk Imrei Bina veröffentlichte er im Jahre 1874.[4]

Rabbi Meir Auerbach starb am 8. Mai 1878 in Jerusalem. Nach seinem Tod wurde eine sogenannte „bet ha-midrash“ zur Bewahrung seines Andenkens gegründet.[2]

Der Rabbiner Chajim Leib Auerbach war sein Sohn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Jakob Klatzkin, Ismar Elbogen: Encyclopaedia Judaica: Bd. Apostel-Beerajim; Band 3 von Encyclopaedia Judaica: das Judentum in Geschichte und Gegenwart. Eschkol, Berlin 1929, S. 659.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Jakob Klatzkin, Ismar Elbogen: Encyclopaedia Judaica: Bd. Apostel-Beerajim; Band 3 von Encyclopaedia Judaica: das Judentum in Geschichte und Gegenwart. Eschkol, Berlin 1929, S. 659.
  2. a b c Jewish Encyclopedia - AUERBACH, MEIR B. ISAAC. Abgerufen am 5. Juli 2015.
  3.  Ronald L. Eisenberg: The Streets of Jerusalem: Who, What, why. Devora Publishing, 2006, ISBN 9781932687545, S. 207.
  4.  Shimon Finkelman: Five great leaders. Mesorah, 2005, S. 50.