Melancholie der Engel

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Filmdaten
Originaltitel Melancholie der Engel
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 165 Minuten
Stab
Regie Marian Dora
Drehbuch Marian Dora
Frank Oliver
Produktion Authentic Film
Kamera Marian Dora
Besetzung

Melancholie der Engel ist ein Exploitationfilm des Regisseurs Marian Dora aus dem Jahr 2009. Der Film wurde am Weekend of Fear 2009 uraufgeführt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mann, der auf den Namen „Katze“ hört, ist an einer schweren Depression erkrankt. Nach vielen Jahren trifft er seinen Freund Brauth wieder. Die beiden Männer verbindet ein dunkles Geheimnis. Auf einem Rummel begegnen sie den beiden 16-jährigen Frauen Melanie und Bianca. Gemeinsam kehren sie in eine Bar ein, woraufhin sich eine weitere Frau, Anna, der Gruppe anschließt.

Nach dem Barbesuch finden sich die fünf in einem abgelegenen Gehöft ein. Dort trifft die Gruppe einen mysteriösen alten Mann namens Heinrich, der von einer jungen Frau namens Clarissa begleitet wird, die an einen Rollstuhl gefesselt ist. Clarissa kann nur über einen Urinbeutel bzw. über einen künstlichen Darmausgang ausscheiden.

Am selben Abend beginnen die Protagonisten, Drogen zu konsumieren und über verschiedene philosophische Ansätze zu sinnieren. Clarissa wird misshandelt und in eine Art Kellerraum gesperrt und am nächsten Morgen ermordet, indem sie mit ihrem Rollstuhl einen Abhang hinuntergestoßen wird.

Gegen Ende des Films wird auch die junge Bianca von der Gruppe ermordet. Ihr wird, nachdem ihr die Gebärmutter mit einem Messer entfernt worden ist, der Schädel eingeschlagen. Heinrich wird schließlich von Katze und Brauth ausgeweidet. Im Anschluss findet eine Orgie statt, bei der die vier verbliebenen Mitglieder der Gruppe den Leichnam von Heinrich auf einem Scheiterhaufen verbrennt, während die Beteiligten dabei sexuelle Handlungen vornehmen und unter anderem ins Feuer urinieren.

Der Film endet damit, dass Katze stirbt.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelpunkt des Films steht die Figur Katze, über dessen Gedanken und Gefühle der Zuschauer teilweise durch einen Off-Kommentar geführt und aufgeklärt wird.

Es wird überwiegend in poetischen Versen gesprochen. Oft werden verschiedene Philosophen und Dichter zitiert, z.B. Rainer Maria Rilke, Johann Wolfgang von Goethe oder Rainer Werner Fassbinder.

Der Film enthält unter anderem explizite Darstellungen koprophiler und urophiler Handlungen.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hatte seine Kino-Premiere am 1. März 2009 beim Weekend of Fear 2009. Der Film wird in Österreich seit 2010 von Shock DVD Entertainment auf DVD vertrieben.[1][2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Martell ist in seiner letzten Rolle zu sehen. Er verstarb 2010.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Marian Dora ist wirklich ein interessantes Werk gelungen, welches es wert ist, sich etwas intensiver damit auseinanderzusetzen. […] Die Story lässt extrem viel Platz für Interpretationen. Man kann das hier nicht erklären und eigentlich auch nicht verstehen. […] ‚Melancholie der Engel‘ ist tatsächlich als kunstvoll zu beschreiben […] ein beeindruckender, faszinierender, seltsamer, merkwürdiger und ziemlich einzigartiger Film.“

Benjamin Falk, Zelluloid.de[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Melancholie der Engel bei Schnittberichte.com
  2. Melancholie der Engel – Special Collector's Edition (DVD), dvd-forum.at
  3. Benjamin Falk: Kritik auf Zelluloid.de, aufgerufen am 20. Februar 2017