Menstruationsschwamm

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Schwammtampon aus Schaumstoff mit Verpackung

Ein Menstruationsschwamm besteht aus reinem Naturschwamm oder aus Schaumstoff und zählt zu den Produkten für die Monatshygiene. Der fadenlose Schwamm wird von vielen menstruierenden Personen als Ergänzung zu herkömmlichen Produkten, wie Tampons, Binden etc., genutzt.

Im Vergleich zu den Produkten aus Schaumstoff können Naturschwämme gereinigt und mehrfach benutzt werden.[1]

Das Einführen erfolgt wie bei einem herkömmlichen Tampon. Der Menstruationsschwamm sollte so weit eingeführt werden, bis dieser nicht mehr spürbar ist. Durch Bewegung positioniert sich Schwamm direkt vor dem Muttermund. Er wird entfernt, indem die Frau ihren Zeige- oder Mittelfinger entweder in die dafür vorgesehene kleine Öffnung einführt oder den Schwamm-Tampon mit zwei Fingern, der sogenannte Pinzettengriff, zusammendrückt und ihn dann herauszieht. Sollte der Schwamm nicht erreichbar sein, empfiehlt sich eine Hockstellung einzunehmen. Diese Position verkürzt den Scheideweg. Mit Muskelkraft kann der Schwamm zusätzlich herausgepresst werden. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich durch eine vaginale Dusche. Hierbei füllt sich das Schwammtampon mit Wasser und kann leichter durch Muskelkontraktionen entfernt werden. Wie bei einem herkömmlichen Tampon sollte die Nutzungszeit acht Stunden nicht überschreiten.

Einige Schwammtampons aus Schaumstoff verfügen zum Zwecke einer besseren Passform über leichte Einbuchtungen an den Längsseiten oder über eine kleine Öffnung zum komfortableren Entfernen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Zinn-Thomas: Menstruation und Monatshygiene: zum Umgang mit einem körperlichen Vorgang, Waxmann, Münster 1997, ISBN 9783893255238, S. 235, Vorschau in der Google-Buchsuche