Methylsilan

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Strukturformel
Strukturformel von Methylsilan
Allgemeines
Name Methylsilan
Andere Namen

Monomethylsilan

Summenformel CH6Si
CAS-Nummer 992-94-9
PubChem 6328649
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit widerlichem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 46,14 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte
  • 2,076 kg/m³ [1]
  • 0,628 g/cm³ (flüssig, bei -57,5 °C) [1]
Schmelzpunkt

−156,8 °C[1]

Siedepunkt

−57,5 °C[1]

Dampfdruck

13,043 bar (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280
P: 210​‐​280​‐​410+403 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Hochentzündlich
Hoch-
entzündlich
(F+)
R- und S-Sätze R: 12​‐​14​‐​20/21
S: 16​‐​24​‐​26​‐​36/37/39
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Methylsilan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der siliziumorganischen Verbindungen.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methylsilan kann in quantitativer Ausbeute durch Umsetzung von Monochlorsilan mit einem Überschuss von Dimethylzink hergestellt werden.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methylsilan ist ein extrem entzündbares, farbloses Gas (Flammpunkt ≤ −30 °C) mit widerlichem Geruch. Es ist schwerer als Luft (relative Gasdichte= 1,606), bildet mit Luft explosive Gemische (untere Explosionsgrenze bei 1,3 Vol.-%, obere Explosionsgrenze bei 88,9 Vol.-%) und kann sich an der Luft selbst entzünden. Es zersetzt sich bei Erhitzung.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methylsilan wird bei der chemischen Gasphasenepitaxie (VPE) von Germanium dotierten Siliciumcarbidschichten (Ge:SiC) verwendet.

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Methylsilan in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Methylsilane bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Juli 2014 (PDF).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Alfred Stock, Carl Somieski: Siliciumwasserstoffe VI.: Chlorierung und Methylierung des Monosilans. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft (A and B Series). Band 52, Nr. 4, 12. April 1919, S. 695, doi:10.1002/cber.19190520410.