Metro Almaty

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Almaty-metro-logo.jpg
Алматы метросы
Metro Almaty Linemap 2019.svg
Basisdaten
Staat Kasachstan
Stadt Almaty
Eröffnung 1. Dezember 2011
Linien 1
Streckenlänge 11,3 km
Stationen 9
Nutzung
Kürzester Takt 8 Minuten
Passagiere 6,6 Mio.
Fahrzeuge 4-Wagen-Züge von Hyundai Rotem
Betreiber Almatymetrokurylys
Spurweite 1520 mm[1]
Stromsystem Stromschiene, Gleichstrom, 825 V[1]

Die Metro Almaty (kasachisch Алматы метросы/Almaty metrosy, russisch Алматинский метрополитен/Almatinski metropoliten) ist die U-Bahn der kasachischen Stadt Almaty. Sie war viele Jahre geplant und seit 1988 in Bau, ehe das erste Teilstück am 1. Dezember 2011 eröffnet wurde. Es ist (Stand 2019) das einzige U-Bahn-System in Kasachstan und nach der Metro Taschkent in Usbekistan das zweite in Zentralasien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1988 erfolgte der erste Spatenstich für die künftige Metro in der damals Alma-Ata genannten Hauptstadt der Kasachischen SSR der Sowjetunion. Doch kurz nachdem die Bauarbeiten begonnen hatten, erklärte Kasachstan seine Unabhängigkeit von der UdSSR und wurde 1991 infolgedessen ein souveräner Staat. Nach dem schleppenden Beginn der Arbeiten Ende der 1980er Jahre waren es dennoch die Jahre 1992 und 1993, in denen der Metrobau die beste Finanzierung genoss und am schnellsten vorankam. Danach aber verlangsamte sich der Bau der Metro immer weiter, bis er Ende der 1990er Jahre quasi zum Erliegen kam. Ein weiteres Problem war 1997 auf die Finanzierung der Metro zugekommen, als die kasachische Regierung ihre Hauptstadt nach Aqmola, seit 1998 Astana genannt, verlegte. Dort wurde aus einer relativ kleinen Stadt binnen weniger Jahre die Hauptstadt des Landes, und den dortigen Großprojekten wurde Vorrang vor Investitionen in der alten Hauptstadt Almaty eingeräumt. Dennoch nahm man von dem Vorhaben nicht Abstand.

Station Almaly

In letzter Zeit, seit Kasachstans Wirtschaft nicht zuletzt aufgrund der reichen Rohstoffvorkommen einen deutlichen Aufschwung zu verzeichnen hat, kehrte neues Leben in das Projekt ein. Zwischenzeitlich hatte man den Metrobau an mehrfach wechselnde ausländische Investoren und Bauunternehmen vergeben wollen, woraus das Projekt Almaty-Metro-Monorail entstand. Es sah vor, das in Bau befindliche erste U-Bahn-Teilstück nach alten Plänen zu vollenden, aber die kommenden Streckenerweiterungen als oberirdische bzw. aufgeständerte Einschienenbahn zu verwirklichen und nicht, wie im Ur-Projekt vorgesehen, als traditionelle unterirdische Metro nach sowjetischen Standards. Momentan ist bei dem Projekt allerdings die Rede von einer sowjetischen Standard-Metro mit sieben Stationen – ob und in welcher Form danach eine Hochbahn oder ein Monorail-System zur Ausführung kommen, bleibt abzuwarten.

Am 1. Dezember 2011 wurde die U-Bahn, mehr als 23 Jahre nach dem ersten Spatenstich, mit sieben Stationen eröffnet. Westlich der in Betrieb befindlichen Strecke wurde ein 2,74 km langes Teilstück mit den Stationen Sairan und Mäskeu gebaut und am 18. April 2015 eröffnet. Ein weiterer Bauabschnitt im Westen der Stadt mit den Stationen Saryarqa und Dostyk befindet sich gerade im Bau und soll spätestens Mitte 2021 eröffnet werden.[2]

Planungen für den weiteren Ausbau der Linie sind bereits im Gange. Geplant wird eine Erweiterung der Linie um die Stationen Qalqaman und Batys awtowoksaly (deutsch: Westlicher Busbahnhof) im Stadtbezirk Nauryzbai. An der zukünftigen Endstation der Linie soll dabei ein Verkehrsknotenpunkt mit einem Busbahnhof nördlich des Rajymbek-Prospekts auf Höhe der Bäiken Äschimow-Straße entstehen. Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal 2021 beginnen und bis zum Jahr 2025 dauern.[3]

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metro Almaty Linie A
   
Elektrodepo Rajymbek batyr
   
   
Rajymbek batyr
   
Schibek Scholy
   
Almaly
   
Abai
   
Baiqongyr
   
Äuesow-Theater
   
Alatau
   
Sairan
   
Mäskeu
   
   
Saryarqa (in Bau)
   
Dostyk (in Bau)
   
Qalqaman (geplant)
   
Batys awtowoksaly (geplant)

Fertiggestellt wurde zunächst eine rechtwinklig abknickende Trasse mit sieben Stationen und einer Länge von 8,3 km (Betriebslänge 7,6 km). Die Strecke ist bis auf die beiden Endstationen in großer Tieflage ausgeführt und mit Drei-Röhren-Stationen ausgestattet. Rajymbek batyr wurde als einfach überwölbter Bahnhof in geringerer Tiefe errichtet, Alatau als viergleisige Station (Vorleistung für die geplante zweite Linie). In nördlicher Richtung der Strecke (hinter der Station Rajymbek batyr) ist eine oberirdische, in westlicher eine unterirdische Verlängerung vorgesehen. In der weiteren Perspektive soll eine zweite Strecke die erste an den Stationen Alatau und Schibek Scholy kreuzen.

Das erste Teilstück mit sieben Stationen wurde am 1. Dezember 2011 in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge wurden im Sommer 2010 geliefert.[4]

Linie Strecke Inbetriebnahme Länge Stationen Status
Linie A Rajymbek batyrMäskeu 2011–2015 11,3 km 9 in Betrieb (Verlängerungen in Bau und Planung)

Bauweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie die Metro Taschkent liegt die U-Bahn Almatys in einem Gebiet mit hoher seismischer Aktivität. Daher werden Tunnel und Stationen in erdbebensicheren Konstruktionen ausgeführt, wie sie bereits in Taschkent erprobt wurden. Der Vortrieb der Tunnel erfolgt im Schildvortrieb mit Gusseisen- und Stahlbeton-Tübbingen, wie sie auch in anderen sowjetischen Metros Verwendung fanden und finden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Metro Almaty – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wolf: Metros, U-Bahnen, Subways, S. 26
  2. На строительство метро в Алматы выделили ещё 2 млрд тенге. informburo.kz, abgerufen am 15. August 2019 (russisch).
  3. Пассажирский комплекс появится в Алматы. Как прошли слушания по его строительству?. informburo.kz, abgerufen am 15. August 2019 (russisch).
  4. Alma-Ata, Almaty. In: transphoto.ru. Abgerufen am 8. Juli 2013 (russisch).