Miklós Ybl

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Miklós Ybl (ohne Jahr)
Statue im Treppenhaus des Budapester Opernhauses
Tivadar Dörre: Budapester Opernhaus (um 1890)

Miklós Ybl, (deutsch Nikolaus Ybl[1], * 6. April 1814 in Székesfehérvár, Kaisertum Österreich; † 22. Januar 1891 in Budapest, Österreich-Ungarn) war ein ungarischer Architekt und ein bedeutender Vertreter des europäischen Historismus. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Opernhaus in Budapest.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ybl studierte am Wiener Polytechnikum.

Ab 1832 arbeitete er im Büro des Architekten Mihály Pollack, ab 1836 bei Henrik Koch. Am Anfang der 1840er Jahre unternahm er Studienreisen nach München und nach Italien.

Seinen ersten Auftrag führte er mit Ágost Pollack, dem Sohn von Mihály Pollack, aus. Es war das Schloss Ikervár von Lajos Batthyány.

Den frühen Stil Ybls kann man als romantisch mit romanischen Elementen bezeichnen. Seine spätere Arbeit ist eher der Neorenaissance zugehörig.

Eine große Enttäuschung in seinem Leben war, dass er zwar bei der Gründung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften mitwirkte, aber nicht zum Mitglied gewählt wurde.

Sein Grab befindet sich auf dem Kerepesi temető (Kerepescher Friedhof) in Budapest.

1953 wurde der „Ybl Miklós-díj“ (Miklós Ybl-Preis) gestiftet.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1845–1849: Fót, Umbau des Károlyi-Schlosses
  • 1845–1855: Fót, Römisch-Katholische Kirche
  • ca. 1852: Budapest, Grabovszky - (Rózsa-) Villa
  • 1857–1858. Budapest, National Reitschule
  • ca. 1860: Leányfalu, Gyulai-Villa
  • ca. 1860: Gerla, Schloss Wenckheim
  • 1860–1864: Nagycenk, Neoromanische Stephanskirche von 1864
  • ab 1862: Kecskemét, Evangelische Kirche
  • 1862–1865: Budapest, Palais Festetics
  • 1863: Budapest, Deutsches Theater (unvollendet)
  • ab 1863: Budapest, Károly-Palast
  • 1863–1864: Budapest, MTA Haus
  • ca. 1865: Fegyvernek, Szapáry-Schloss
  • 1865–1866: Budapest, Altes Abgeordnetenhaus
  • 1865–1879: Budapest, R.kat. Kirche, Bakáts Platz
  • 1867: Budapest, Pálffy-Palast
  • 1867–1869: Budapest, Haus der Lánchíd AG
  • 1867–1891: Budapest, St.-Stephans-Basilika - beendet von Josef Kauser
  • 1870–1874: Budapest, Zollhaus (Fővámház)
  • 1871: Budapest, Margarethenbrücke (blieb unvollendet)
  • ca. 1872: Parád, Ybl Hotel
  • 1873–1883: Tura, Schossberger Schloss
  • 1873–1884: Budapest, Staatsoper
  • 1874–1982: Budapest, Burggarten-Kiosk und -Basar
  • 1875–1879: Ókígyós, Wenckheim-Schloss
  • 1880–1882: Parádsasvár, Károlyi-Schloss
  • 1880–1891: Budapest, Umbau des Königlichen Schlosses
  • 1881–1882: Budapest, Clarisseum
  • 1883–1884: Budapest, Széchenyi-Palast (zerstört)
  • ca. 1888: Parád, Hotel Erzsébet

Außerdem Bürgerhäuser und Schlösser in Csurgó, Doboz, Kétegyháza, Lengyeltóti, Mácsa, Marcali, Ókígyós, Surány und weitere.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miklós Ybl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sein eigentlicher Familienname war Eibl, Ybl, Nikolaus in der Ostdeutschen Biographie (Kulturportal West-Ost), abgerufen am 9. November 2010