Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung

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Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, Unter den Linden 50 (Foto 1965)

Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung war eine später geänderte Bezeichnung eines der 14 ersten Fachministerien der Deutschen Demokratischen Republik. Die Organisation des innerdeutschen und internationalen Handels der DDR war wie der Handel selbst ein wichtiges Instrument zur völkerrechtlichen Anerkennung dieses ehemaligen deutschen Staates. Das Ministerium bestand von 1949 bis zum Beitritt der neuen Länder 1990 zur Föderation der Bundesrepublik Deutschland. Untergebracht war es im heutigen Otto-Wels-Haus in Berlin-Mitte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Institution für grenzüberschreitenden Warenaustausch der Sowjetischen Besatzungszone hieß Deutsche Zentralverwaltung für Interzonen- und Außenhandel bei der Deutschen Wirtschaftskommission. Aus der bestehenden Organisationsstruktur dieser Zentralverwaltung ging mit der Gründung der DDR 1949 das Ministerium für Außenhandel und Materialversorgung hervor. Das Amt des Leiters des Ministeriums war das eines Ministers und bedeutete wie in vielen anderen Staaten, gleichzeitig ein Regierungsmitglied zu sein. Im Falle von Minister Georg Ulrich Handke war dies anfänglich die Provisorische Regierung der DDR.

Per Gesetz vom 11. November 1949[1] bekam das Ministerium den Namen: Ministerium für Innerdeutschen Handel, Außenhandel und Materialversorgung. Knapp ein Jahr später änderte sich wiederum die Bezeichnung in Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel.[2] 1967 erfolgte eine Umbenennung in Ministerium für Außenwirtschaft.[3] Die letzte Bezeichnung war ab 1973 Ministerium für Außenhandel.[4]

Besuch des letzten Ministers Gerhard Beil 1988, auf der Hannover-Messe. Rechts neben ihm: Wilhelm Schneider vom Vorstand der damaligen Friedrich Krupp AG.
Deutsch-deutsche Begegnung bei der Leipziger Frühjahrsmesse 1987 – von links: KoKo-Chef Alexander Schalck-Golodkowski (im Hintergrund), Gerold Tandler, Günter Mittag, Franz Josef Strauß, Theo Waigel und Erich Honecker

Ab 1967 beschaffte die Abteilung Kommerzielle Koordinierung unter Leitung des im gleichen Jahr ernannten stellvertretenden Ministers (ab 1975: Staatssekretärs) für Außenhandel Alexander Schalck-Golodkowski Devisen und Embargoware für die DDR. Dabei wurde vertrauensvoll mit dem Ministerium für Staatssicherheit kooperiert, dem man auch bei der Finanzierung der SED-Schwesterparteien DKP bzw. SEW in der Bundesrepublik bzw. West-Berlin behilflich war. Schalck-Golodkowski war zugleich Offizier im besonderen Einsatz des MfS.

Minister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatssekretäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auslandsvertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1950er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Handelsvertretungen in sozialistischen Staaten eröffnete das Ministerium:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über die Änderung der Bezeichnung des Ministeriums für Außenhandel und Materialversorgung vom 11. November 1949 Online-Veröffentlichung documentarchiv.de, abgerufen am 13. August 2013
  2. Gesetz über die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik vom 8. November 1950 Online-Veröffentlichung documentarchiv.de, abgerufen am 13. August 2013
  3. Bekanntmachung über die Bildung von Ministerien im GBl II der DDR Nr. 81 vom 23. August 1967. Einsehbar in den SAPMO-Akten des Bundesarchiv „ZB 20049 a /“ SAPMO
  4. Bekanntmachung über die Umbenennung des Ministeriums für Außenwirtschaft in Ministerium für Außenhandel im GBl I der DDR Nr. 55 vom 6. Dezember 1973. Einsehbar in den SAPMO-Akten des Bundesarchiv „ZB 20049 a /“ SAPMO

Koordinaten: 52° 31′ 1,6″ N, 13° 23′ 5,3″ O