Miso-Suppe

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Miso-Suppe – 味噌汁
Miso Soup 001.jpg
Hausgemachte Misosuppe mit Tofu und Wakame-Algenワカメ wakame
Instant miso soup.jpg
Instant-Misosuppe – インスタント味噌汁 insutanto miso shiru mit Lauch

Miso-Suppe (japanisch 味噌汁 miso shiru) ist ein japanisches Nationalgericht. Die Hauptgeschmacksgeber sind Dashi (Fischsud) und Miso (Sojabohnenpaste). Feste Bestandteile bzw. Suppeneinlagen sind z. B. kleine Tofustücke, Wakame (dünne grüne Meeresalgen, genauer Braunalgen) und Frühlingszwiebeln. Je nach Jahreszeit können die Zutaten variieren, sodass auch manchmal Pilze wie Shiitake in der Suppe (Brühe) zu finden sind.

Miso-Suppe ist eine von zwei Grundsuppentypen der japanischen Küche – die andere ist Suimono, klare Suppe. Eintöpfe werden als Nabemono bezeichnet.

Stellung in der japanischen Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Miso-Suppe kann als Vorspeise oder als Teil der Hauptspeise serviert werden. In Japan ist sie jedoch vor allem zum traditionellen Frühstück üblich, wo sie zusammen mit Reis aufgetischt wird. Allerdings bevorzugt heutzutage ein großer Teil der Japaner das westliche Frühstück.[1]

An Neujahr wird die Miso-Suppe oft durch Zugabe von Mochi (Reiskuchen) verfeinert, die in der Suppe mitgekocht und dadurch weich werden.

Miso-Suppe wird in Japan nur sehr selten mit einem Löffel, sondern meistens mit Stäbchen gegessen. Dabei werden die festen Bestandteile mit den Stäbchen gegessen und die Suppe aus der Schüssel (Schälchen) getrunken.

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Dashi wird das Miso gut eingerührt, bis die Suppe den gewünschten Geschmack angenommen hat. Sie sollte anschließend nicht mehr aufgekocht werden, da sonst der Geschmack verloren geht. In vielen Asiashops gibt es die Miso-Suppe auch als Instantpulver oder als helle oder dunkle Paste für würzigen bis herben Geschmack.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Miso-Suppe – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Lieblingsfrühstück des Japaners. In: asienspiegel. 19. August 2014, abgerufen am 22. Januar 2021.