Mitregent

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Der berühmteste Mitregent in Europa: Franz Stefan von Lothringen, der Gatte Maria Theresias. Er wurde als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

Als Mitregent eines Herrschers wird ein Thronfolger oder hoher Adeliger bezeichnet, der vom Herrscher – i.a. zur geregelten Nachfolge – zu seinem Stellvertreter erhoben wird. Stattdessen kann der Mitregent auch eine auf bestimmte Teilbereiche definierte Entscheidungs- und Machtbefugnis erhalten. Vereinzelt wurde in der Geschichte auch ein hoher Beamter zum Mitregenten ernannt.

Historisch bedeutsame Mitregenten waren u.a.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Wahrscheinlich ist die ottonische Reichskrone eigens zum Zweck der Mitkrönung Ottos II. nach einem Bildprogramm Bruns von Köln entstanden: „Die Hervorhebung Salomos (links neben der Stirnplatte die aktuelle politische Situation beschreibend, während rechts neben der Stirnplatte das erhabene sakrale Bild der Majestas Domini erscheint) weist in die Zeit nach 961, als Otto II. zum König erhoben wurde. Otto II., der noster Salomon im Umkreis des Hofes, nahm aber am Romzug des Vaters zur Kaiserkrönung 962 noch nicht teil. Seine Krönung in Rom zum Mitkaiser wird erst am Weihnachtstag 967 von Papst Johannes XIII. in der Peterskirche vollzogen, nachdem Otto der Große die römischen Widerstände endlich bezwungen hatte und der neue Papst fast den Rang eines ihm willfährigen Hofbischofs einnehmen musste. Deshalb ist zu fragen, ob sich die Entstehung der Krone nicht in die Vorbereitungen dieses vornehmlich Sohn Otto II. angehenden Ereignisses einordnen läßt.“ (Reinhart Staats, Theologie der Reichskrone. Ottonische „Renovatio Imperii“ im Spiegel einer Insignie, Anton Hiersemann, Stuttgart 1976, S. 43; Auszüge daraus online auf pkgodzik.de; PDF; 378 kB).
  2. Bei den Kapetingern kam in der Folgezeit die Erhebung zum Mitkönig besonders häufig vor; siehe die entsprechende Liste online auf de.wikipedia.org.