Mszczonów

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mszczonów
Wappen von Mszczonów
Mszczonów (Polen)
Mszczonów
Mszczonów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Żyrardowski
Gmina: Mszczonów
Geographische Lage: 51° 58′ N, 20° 32′ OKoordinaten: 51° 58′ 27″ N, 20° 31′ 36″ O
Einwohner: 6376 (30. Juni 2019)
Postleitzahl: 96-320
Telefonvorwahl: (+48) 46
Kfz-Kennzeichen: WZY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK8
DK50
Schienenweg: Skierniewice–Łuków
Nächster int. Flughafen: Warschau



Mszczonów ist eine Stadt im Powiat Żyrardowski der Woiwodschaft Masowien in Polen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit 11.546 Einwohnern (Stand 30. Juni 2019).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mszczonów liegt 44 km südwestlich von Warschau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Mszczonów stammt aus dem Jahr 1245. Grabungen aus Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts haben Gräber aus der Mitte des zwölften Jahrhunderts zu Tage gefördert. 1377 bekam Mszczonów das Stadtrecht verliehen. Die Stadt wurde bei mehreren Bränden zerstört und anschließend wiederaufgebaut. 1778 wurde zum ersten Mal ein jüdischer Bürger in den Rat der Stadt aufgenommen.

In Mszczonów lebten zwischen den Weltkriegen etwa 2200 Juden, das war etwa die Hälfte der Bevölkerung. Das Städtchen hatte ein reges jüdisches Leben, die Kinder erhielten hebräischen Unterricht. Nach der deutschen Eroberung Polens kam es sofort zu Übergriffen und einem Mord an dreizehn Juden durch deutsche Soldaten. Wenig später wurde die Synagoge in Brand gesetzt, in der sich obdachlose Juden eingerichtet hatten und nun verbrannten. Im Dezember 1939 wurde ein Judenrat angeordnet und die Kennzeichnung der Juden mit einem Davidsternarmband. Ende 1940 wurde ein Zwangsghetto eingerichtet und am 6. Februar 1941 wurden ungefähr 2000 Juden von dort in das Warschauer Ghetto deportiert. Am 8. Juli 1942 wurden auch die noch verbliebenen Arbeiter nach Warschau deportiert.

Am 6. September 1939 wurde die Stadt von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Am Ende des Krieges war die Stadt zu 85 % zerstört. Am 16. Januar 1945 war die deutsche Besatzung beendet.

Zwischen 1960 und 1972 war Mszczonów Sitz der Gromada Mszczonów.[1] Von 1975 bis 1998 gehörte Mszczonów zur Woiwodschaft Skierniewice.[2]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Mszczonów mit einer Fläche von 144,9 km² gehören die Stadt selbst und 34 Dörfer mit Schulzenämtern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der durch die Stadt verlaufende Teil der Droga krajowa 8 wird zu einem späteren Zeitpunkt Teil der Droga ekspresowa S8 und entsprechend umgewidmet. Sie kreuzt sich im Stadtgebiet mit der Droga krajowa 50.[3]

Der Bahnhof Mszczonów liegt an der nur noch von Güterverkehr befahrenen Bahnstrecke Skierniewice–Łuków.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mszczonów. In: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Yad Vashem, Jerusalem 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 503 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mszczonów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uchwała Nr IV-9/59 Wojewódzkiej Rady Narodowej w Warszawie z dnia 18 września 1959 r. w sprawie zmian granic niektórych gromad i przeniesienia siedzib niektórych gromadzkich rad narodowych w województwie warszawskim (Dziennik Urzędowy Wojewódzkiej Rady Narodowej w Warszawie z dnia 15 grudnia 1959 r., Nr. 12, Poz. 438).
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92. (PDF; 783 kB) In: money.pl, abgerufen am 23. November 2020 (polnisch).
  3. Verlauf der S8 (Memento vom 28. Januar 2010 im Internet Archive). In: motorways-exitlists.com, abgerufen 14. Januar 2010 (englisch).