Muttereralmbahn

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BW
Saile von Innsbruck (von Nordosten). Rechts Pfriemeswand und Mutterer Alm
Station Mutterer Alm

Die Muttereralmbahn ist eine Seilbahnanlage bei Mutters in Tirol, und führt auf das Schigebiet der Mutterer Alm.

Alte Bahn (1953–2000)[Bearbeiten]

Ab 1953 führte eine Zweiseilumlaufbahn (ZUB) von Mutters auf die Alm unterhalb der Saile. Diese war in zwei Abschnitte geteilt. Die nachfolgende Tabelle gibt die wesentlichen Daten der Bahn, wie sie bis 2000 bestand.[1]

Parameter Sektion 1 Sektion 2
Talstation Mutters Nockhof
Höhe Talst. 0958 1258
Bergstation Nockhof Mutterer Alm
Höhe Bergst. 1258 1609
Streckenlänge 1265 1610
Höhendifferenz 0300 0351

Typisch für diese Bahn waren die eiförmigen Gondeln für jeweils 4 Passagiere. Betreiber der Bahn waren die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB).

1998 wurde die Bahn verkauft und nach zwei Jahren 2000 dann vom neuen Besitzer abgerissen.

Neue Bahnen (seit 2006)[2][Bearbeiten]

Muttereralmbahn[Bearbeiten]

Seit 5. Jänner 2006 führt eine neue 8er-Kabinen-Einseilumlaufbahn vom Lärchenwald auf die Muttereralm. Diese hat eine Länge von 2801 m und eine Förderleistung von 2100 Pers./h. Vorher war hier eine 4er Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn).

Ähnlich wie bei der alten Bahn gibt es zwei Sektionen, jedoch kann man nur bergauf in der Mittelstation bei der Nockeralm ausstiegen.

Pfriemesköpfl[Bearbeiten]

Ein Vierersessellift von knapp unterhalb der Muttereralm führt auf das Pfrimesköpfl. Dies würde gleichzeitig mit der Muttereralmbahn gebaut. Diese hat eine Länge von 737 m und eine Förderleistung von 2000 Pers./h. Vorher war hier eine 1er Sesselbahn fix geklemmt.

Götznerbahn[Bearbeiten]

Im Jahr 2008 wurde eine 8er-Kabinen-Einseilumlaufbahn nahe dem Ortskern von Götzens bis auf das Pfriemesköpfl (1802 m ü. A.) errichtet. Diese hat eine Länge von 3200 m und eine Förderleistung von 2000 Pers./h. Auch diese Bahn hat einen Zwischenstation

Almboden[Bearbeiten]

Der Schlepplift Almboden wurde gegen einen modernen Tellerlift ausgetauscht. Der Lift beginnt ähnlich wie der Pfriemesköpfl etwas unterhalb der Muttereralm. Diese hat eine Länge von 538 m und eine Förderleistung von 700 Pers./h.

sonstiges[Bearbeiten]

Bei der Bergstation Muttereralm ist eine Übungs- und Kinderschiwiese die seit Winter 2011/12 über ein Transportband (landläufig 'Zauberteppich' genannt) das die Kinder sicher nach oben bringt. Beide Bahnen und alle Anlagen, Sessellift Pfriemesköpfl eingeschlossen, können mit einer Liftkarte befahren werden.

Ein Skiweg führt von der Axamer Lizum / Birgitzköpfl zur Mutterer Alm. Zurück geht es von der Talstation mit dem Skibus.

weitere Planung[Bearbeiten]

Eine Zusammenschließung mit der Axamer Lizum erfolgt über Ziehwege im hintersten Geroldsbachtal an der Birgitzköpflhütte und den Schlepplift Götzner Grube. Eine direkte Sesselbahn (Birgitzbahn, 4er-Hochgeschwindigkeitsbahn kuppelbar)[3] über das Birgitzköpfl ist derzeit – nach langen Verhandlungen[4] – in konkreter Planung.[5] Eine geplante Zusammenschließung mit Schlick 2000 im Stubai wurde aus Naturschutzgründen (Ruhegebiet Kalkkögel) bislang nicht umgesetzt.[6][7]

Zufahrten – Erreichbarkeit[Bearbeiten]

Die Mutteralmbahn ist mit der Stubaitalbahn direkt von Innsbruck in kurzer Zeit erreichbar. Ebenso verkehrt ein Schibus ab Innsbruck, bzw. aus dem westlichen Mittelgebirge (Axams, Birgitz, Götzens).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Muttereralmbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Impressionen der ehemaligen Gondelbahn Mutterer Alm, in: Mountain Infrastructure Analysis, retrofutur.org
  2. skiresort.de Mutters-Götzens/Mutterer Alm
  3. Lifte/Bahnen Axamer Lizum, skiresort.de
  4. Umweltverträglichkeitserklärung "UVE - Skiverbindung Mutterer Alm - Axamer Lizum", seilbahn.net
  5. Mutterer Alm/Lizum: Vor Einigung über Seilbahntrasse – Skiarena Mutterer Alm und Axamer Lizum nimmt Gestalt an: Von der Bergstation der Almbahn soll eine Seilbahn aufs Birgitzköpfl führen. In: Tiroler Tageszeitung, 2. Juni 2012 (online tt.com).
  6. Werben für Zusammenschluss Schlick - Lizum, tirol.orf.at, abgerufen am 18. August 2010
  7. OeAV: Erschließungsstopp für Schutzgebiete, tirol.orf.at, abgerufen am 18. August 2010