Naledi Pandor

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Naledi Pandor (2012)

Grace Naledi Mandisa Pandor (* 7. Dezember 1953 in Durban) ist eine südafrikanische Politikerin. Sie gehört dem African National Congress (ANC) an und ist seit Mai 2019 Außenministerin im Kabinett Ramaphosa II. Von 1999 bis 2004 stand sie dem National Council of Provinces vor. Anschließend war sie in mehreren Kabinetten Ministerin in verschiedenen Ressorts.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grace Naledi Mandisa Matthews’ Vater war der Politiker und Jurist Vincent Joseph Gaobakwe „Joe“ Matthews, ihr Großvater der Politiker, Hochschullehrer und Diplomat Zachariah Keodirelang Matthews. Beide gehörten ab 1956 zu den Angeklagten im Treason Trial.

Naledi Matthews erwarb ihren Schulabschluss im Jahr 1972 an der Gaborone Secondary School im botswanischen Gaborone.[1]

1073 bis 1977 studierte sie in Botswana an der University of Botswana and Swaziland (UBS). Dort lernte sie Sharif Joseph Pandor kennen, den sie heiratete. Sie nahm den islamischen Glauben an.[2] Sie schloss die UBS mit einem Bachelor of Arts und einem Certificate for Coninuing Education ab. 1978 erwarb sie ein Diploma in Education an der University of London, 1979 gefolgt von einem Master of Arts in Education an derselben Hochschule. 1992 erhielt die ein weiteres Diplom in Higher Education, Administration and Leadership in Development im Bryn Mawr Summer Programme und 1997 abermals ein Diplom in Leadership in Development der Kennedy School of Government, die zur Harvard University gehört.[1] Im selben Jahr erwarb sie einen weiteren Master-Titel in Linguistik an der Universität Stellenbosch.[1] 2019 wurde sie als Ministerin an der University of Pretoria in Erziehungswissenschaften promoviert. Ihre Dissertation trägt den Titel The contested meaning of transformation in higher education in post-apartheid South Africa[3] (deutsch etwa: „Die umstrittene Bedeutung der Wandlung der höheren Erziehung im Südafrika nach der Apartheid“).

1980 unterrichtete Pandor an der Ernst Bevin School in London, 1981 bis 1984 in Gaborone. Anschließend war sie lecturer am Taung College of Education im damaligen Bophuthatswana. 1986 bis 1989 arbeitete sie als Senior lecturer für Englisch an der University of Bophuthatswana, 1989 bis 1994 als Senior lecturer im Academic Support Programme der University of Cape Town.[1]

Bei der Wahl 1994 erhielt sie ein Mandat in der Nationalversammlung. 1994 bis 1995 war sie Whip 1995 bis 1998 Deputy Chief Whip. 1998 wurde sie stellvertretende Vorsitzende (Deputy Chairperson) des National Council of Provinces (NCOP). 1999 wurde sie von Präsident Thabo Mbeki zur Vorsitzenden (Chairperson) des National Council of Provinces ernannt, dem sie bis 2004 vorstand. 2002 wurde sie außerdem in das National Exeutive Committee des ANC gewählt. 2004 trat sie in das Kabinett Mbeki II ein, wo sie Minister for Education (Bildungsministerin) wurde. Im Kabinett Motlanthe behielt sie dieses Ressort. Von 2009 bis 2012 war sie im Kabinett Zuma I Minister for Science and Technology (Ministerin für Wissenschaft und Technologie); anschließend wurde sie Minister for Home Affairs (Innenministerin). Im Kabinett Zuma II, das 2014 gebildet wurde, war sie erneut Minister for Science and Technology.[1]

Cyril Ramaphosa ernannte sie 2018 zum Minister for Higher Education and Training im Kabinett Ramaphosa I. Am 29. Mai 2019 wurde sie schließlich Minister for International Relations and Cooperation (Außenministerin).[1]

Seit 2002 gehört Pandor dem National Executive Committee des ANC an.[1] Zwischen 2013 und 2015 vertrat Pandor mehrfach Jacob Zuma als Präsidentin.[2]

Pandor hat mit ihrem Mann vier Kinder.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naledi Pandor – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Grace Naledi Mandisa Pandor gov.za (englisch), abgerufen am 18. August 2019
  2. a b c Who is Naledi Pandor? enca.com vom 6. November 2017 (englisch), abgerufen am 18. August 2019
  3. Text der Dissertation repository.up.ac.za (englisch), abgerufen am 18. August 2019
  4. Naledi Pandor awarded Germany’s Grand Cross of Merit. saasta.ac.za vom August 2016 (englisch), abgerufen am 18. August 2019