Natürliche Ressource

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Das sind so bessere Assoziationen, viele Grüße, --Trinitrix 19:11, 22. Dez. 2011 (CET)


Natürliche Ressourcen sind Bestandteile oder Funktionen der Natur, die einen ökonomischen Nutzen haben. Zu den natürlichen Ressourcen zählt man Rohstoffe, Fläche, die Funktion und Qualität von Komponenten der Umwelt wie Boden, Luft und Wasser oder genetische Vielfalt.[1]

Ein Rohstoff ist dann als natürliche Ressource zu verstehen, wenn er also nur gefördert und gereinigt, nicht aber hergestellt zu werden braucht. Insofern können Bergbau, Erdölförderung, Fischerei und Forstwirtschaft als Ausbeutung natürlicher Ressourcen gelten, während Landwirtschaft, insofern sie die Produktivität des Bodens durch gezielte menschliche Tätigkeiten fördert, nicht dazu gerechnet wird.

Der Ausdruck „natürliche Ressourcen“ ist erst durch E.F. Schumachers Buch Small is Beautiful (London 1973) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden.

Natürliche Ressourcen werden oft in erneuerbare und nicht-erneuerbare eingeteilt. Nicht-erneuerbare (auch erschöpfliche) natürliche Ressourcen stehen in einem für menschliche Planungen relevanten Zeitraum nur in einem konstanten Gesamtbestand zur Verfügung. Der Verbrauch einer bestimmten Menge bedeutet also, dass diese Menge zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung steht. Der Bestand erneuerbarer (auch regenerierbarer) natürlicher Ressourcen kann dagegen im für menschliche Planungen relevanten Zeitraum wachsen.[2]

Beispiele für nicht-erneuerbare Ressourcen sind nicht-erneuerbare Rohstoffe wie fossile Brennstoffe oder im Bergbau gewonnene Bodenschätze. Zu den erneuerbaren zählen vor allem lebende Ressourcen, die nachwachsen, wenn sie nicht übermäßig ausgebeutet werden, wie Fische, Wälder und allgemein Wildpflanzen. Sie können zeitlich unbegrenzt verwendet werden, wenn ihr Verbrauch die Neuentstehung nicht übersteigt und somit die Nachhaltigkeit beachtet. Sobald aber mehr verbraucht wird, als sich erneuert, erschöpfen sich die Ressourcen, bis sie schließlich ganz verbraucht sind. Zu den erneuerbaren Ressourcen gehören auch unbelebte Stoffe wie Erde, Wasser, Wind und alle Formen von erneuerbarer Energie.

Das Ausbeuten und Reinigen von natürlichen Ressourcen bezeichnet man als Bearbeitung, nicht als Produktion. Natürliche Ressourcen sind Naturkapital, das als Rohstoffanteil in Infrastrukturkapital eingeht.

Die natürlichen Ressourcen, die auf dem Territorium eines Staates zu finden sind, entscheiden oft über seine Stellung in der globalen Ökonomie und damit seinen politischen Einfluss (vgl. OPEC, OAPEC). Dabei sind Industrieländer für ihren Wohlstand weniger auf natürliche Ressourcen angewiesen, da sie mehr Infrastrukturkapital haben. Doch kann das Vorhandensein leicht erschließbarer natürlicher Ressourcen der ökonomischen Entwicklung eines Landes auch schaden, weil es politische Korruption begünstigt.

Gemäß Artikel 15 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland können Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.

Seit den 1980er Jahren werden die Erschöpfung des Naturkapitals und Versuche, eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, bei der Entwicklungspolitik berücksichtigt. Dies gilt besonders für die Regenwaldregionen, die den größten Teil der Biodiversität enthalten, insbesondere genetisches Naturkapital.

Die Erhaltung der natürlichen Ressourcen steht bei der Umweltbewegung im Mittelpunkt der Bemühungen. Sie ist auch eine Grundlage für die Programme der grünen Parteien überall auf der Welt. Die Abnahme natürlicher Ressourcen, insbesondere von Wasser, gilt als ein wichtiger Grund für Konflikte und Unruhen in den Entwicklungsländern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  H. Schütz, S. Bringezu, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH: Ressourcenverbrauch von Deutschland – aktuelle Kennzahlen und Begriffsbestimmungen - Erstellung eines Glossars zum „Ressourcenbegriff“ und Berechnung von fehlenden Kennzahlen des Ressourcenverbrauchs für die weitere politische Analyse. 2008, ISSN 1862-4804 (PDF).
  2.  Alfred E. Endres: Natürliche Ressourcen und Nachhaltige Entwicklung. In: Andrássy Working Paper Series No. XI. Juli 2004, ISSN 1589-603X (PDF).