Natriumtartrat
| Strukturformel | |||||||||||||
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| L-(+)-Dinatriumtartrat | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Natriumtartrat | ||||||||||||
| Andere Namen | |||||||||||||
| Summenformel | C4H4Na2O6 | ||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose rhombische Kristalle (Dihydrat)[2] | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 194,08 g·mol−1 | ||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||
| Dichte |
1,81 g·cm−3 (Dihydrat)[2] | ||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (330 g·l−1 bei 25 °C für L-(+)-Dinatriumtartrat)[3] | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Natriumtartrat ist ein Natriumsalz der Weinsäure mit der Summenformel C4H4O6Na2. Es kommt in gebundener Form in vielen Früchten vor.
Isomere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie Weinsäure verfügt auch Natriumtartrat über zwei Stereozentren. Je nach der Konfiguration dieser Zentren liegt D-(−)-Natriumtartrat [Synonym: (2S,3S)-Natriumtartrat], L-(+)-Natriumtartrat [Synonym: (2R,3R)-Natriumtartrat] oder das optisch inaktive meso-Natriumtartrat vor. In der meso-Form ist eines der Stereozentren (R)- das andere (S)-konfiguriert. „Natriumtartrat“ ohne nähere Bezeichnung bezieht sich meist auf L-(+)-Natriumtartrat.
| Isomere von Natriumtartrat | |||
| Name | L-(+)-Natriumtartrat | D-(–)-Natriumtartrat | meso-Natriumtartrat |
| Strukturformel | |||
| Andere Namen | Dinatriumsalz der (2R,3R)-Weinsäure | Dinatriumsalz der (2S,3S)-Weinsäure | Dinatriumsalz der meso-Weinsäure Dinatriumsalz der (2R,3S)-Weinsäure Dinatriumsalz der (2S,3R)-Weinsäure |
| CAS-Nummer | 868-18-8 (Anhydrat) 6106-24-7 (Dihydrat) |
109175-69-1 (Anhydrat) 22476-07-9 (Dihydrat) |
4504-50-1 |
| 51307-92-7 (Racemat) | |||
| ? (Isomerengemisch) | |||
| EG-Nummer | 212-773-3 (Anhydrat) 612-074-7 (Dihydrat) |
244-213-9 (Anhydrat) | 224-817-9 |
| ECHA-Infocard | 100.011.613 (Anhydrat) 100.122.993 (Dihydrat) |
100.040.179 (Anhydrat) | 100.022.563 |
| PubChem | 162637 (Anhydrat) 12598458 (Dihydrat) |
159905 (Anhydrat) | 165240 |
| 13355 (Isomerengemisch) | |||
| Wikidata | Q27132338 (Anhydrat) Q27276410 (Dihydrat) |
Q27282569 (Anhydrat) | Q27266651 |
| Q283499 (Isomerengemisch) | |||
Darstellung und Gewinnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Natriumtartrat wird in der Regel aus natürlicher Weinsäure hergestellt, die ihrerseits aus Weinstein aus Weinrückständen gewonnen wird, der zuerst mit Kalkmilch und dann mit Schwefelsäure versetzt wird.
Verwendung
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Da in kristallinem Natriumtartrat eine definierte Menge Kristallwasser gebunden ist, ist es ein verbreiteter primärer Standard für das Karl-Fischer-Verfahren, ein verbreitetes Verfahren zur quantitativen Wasserbestimmung durch Titration.
Das Natriumtartrat und das Natriumhydrogentartrat der (natürlichen) L-(+)-Weinsäure werden als Backtriebmittel, als Säuerungsmittel oder Säureregulator und auch als Ersatz für Kochsalz verwendet. Aufgrund der Eigenschaft von Tartraten, mit Eisen- und Schwermetallionen stabile Komplexe zu bilden, unterstützen sie die Wirkung von Antioxidationsmitteln und werden so auch als Komplexbildner eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 335 mit einer erlaubten Tagesdosis von 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht zugelassen und gilt dann als unbedenklich.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eintrag zu E 335: Sodium tartrates in der Europäischen Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe, abgerufen am 27. Juni 2020.
- 1 2 3 Eintrag zu Natriumtartrat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 26. April 2018.
- ↑ George W.A Milne: Drugs: Synonyms and Properties Synonyms and Properties. Routledge, 2018, ISBN 978-1-351-78989-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 Datenblatt Sodium L-tartrate dibasic dihydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 26. April 2018 (PDF).