Natriumtellurit

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Natriumtellurit
Andere Namen

Natriumtellurat(IV)

Verhältnisformel Na2TeO3
CAS-Nummer 10102-20-2
PubChem 24935
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 221,58 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300
P: 264​‐​270​‐​301+310​‐​321​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 25
S: 9​‐​20​‐​28​‐​36/37​‐​45
Toxikologische Daten

54 mg·kg−1 (LD50Kaninchenoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Natriumtellurit ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Tellurite.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumtellurit kann durch Reaktion von Tellurdioxid mit Natriumcarbonat unter einer Schutzatmosphäre wie Kohlendioxid gewonnen werden.[4]

\mathrm{TeO_2 + Na_2CO_3 \longrightarrow Na_2TeO_3 + CO_2}

Es wird auch aus Kupfertellurid oder Silbertellurid gewonnen, welche bei der elektrolytischen Gewinnung von Kupfer aus Erzen anfallen. Es dient so als Zwischenprodukt zur Herstellung von Tellur.[5]

\mathrm{Cu_2Te + Na_2CO_3 + 2 \ O_2 \longrightarrow Na_2TeO_3 + 2 \ CuO + CO_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumtellurit ist ein weißer Feststoff, der löslich in Wasser ist.[1] Die Lösung wird durch Kohlendioxid aus der Luft unter Abscheidung von Tellurdioxid zersetzt. Natriumtellurit geht beim Erhitzen an der Luft in Natriumtellurat über.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • S. L. Tagg, J. C. Huffman, J. W. Zwanziger: Crystal Structure and Sodium Environments in Sodium Tetratellurite, Na2Te4O9, and Sodium Tellurite, Na2TeO3, by X-ray Crystallography and Sodium-23 NMR. In: Chemistry of Materials. 6, 1994, S. 1884–1889, doi:10.1021/cm00046a052

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Sodium tellurite(IV), 99.5% (metals basis) bei AlfaAesar, abgerufen am 21. Dezember 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  3.  S. Gangolli, Royal Society of Chemistry (Great Britain): The Dictionary of Substances and Their Effects: O-S. Royal Society of Chemistry, 1999, ISBN 085404833-2, S. 847 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 437.
  5.  George K. Schweitzer Distinguished Professor of Chemistry University of Tennessee, Lester L. Pesterfield Professor of Chemistry Western Kentucky University: The Aqueous Chemistry of the Elements. Oxford University Press, 2009, ISBN 019974219-7, S. 238 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).