Naturwissenschaftliche Rundschau

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Naturwissenschaftliche Rundschau

Beschreibung deutsche naturwissenschaftliche Fachzeitschrift
Verlag Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (DE)
Erstausgabe 1948
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 1158 Exemplare
(Eigenangabe 2020[1])
Weblink www.naturwissenschaftliche-rundschau.de
ISSN (Print)

Die Naturwissenschaftliche Rundschau (NR) ist eine deutsche Fachzeitschrift für Naturwissenschaften. Sie wurde 1948 gegründet und erscheint monatlich. Sie wird von der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft in Stuttgart verlegt. Seit 2003 fungiert sie auch als offizielles Organ der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Die Zeitschrift ist interdisziplinär ausgerichtet und versteht sich als Mittler zwischen den einzelnen Disziplinen der Naturwissenschaften. Herausgegeben und redaktionell betreut wird die NR von Klaus Rehfeld.

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Naturwissenschaftliche Rundschau ist interdisziplinär ausgerichtet und versteht sich „als Mittler zwischen den einzelnen Disziplinen der Naturwissenschaften“.[2][3] Sie veröffentlicht unter anderem Übersichts- und Forschungsbeiträge, Forschungsberichte, Artikel mit wissenschaftsgeschichtlichem und wissenschaftstheoretischem Inhalt, Kurznachrichten und Personalia, Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise. Sie unterhält eine Rubrik NR-Stichwort und in unregelmäßigen Abständen ein Diskussionsforum für kontroverse Themen.[2] Seit 1999 veröffentlicht sie in Kooperation mit der Leopoldina deren Nachrichten zu aktuellen Themen wie zum Beispiel Stammzellenforschung und BSE.[4] Weiter veröffentlicht sie Arbeitspapiere (z. B. Bio-, Tech- und Geomax) der Max-Planck-Gesellschaft,[4] die vor allem Schüler als Zielgruppen haben.[5]

Zielgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Naturwissenschaftliche Rundschau wendet sich gemäß eigener Angaben an kritische Leser mit wissenschaftlicher Vorbildung, die sich für Forschungen außerhalb des eigenen Fachgebietes interessieren.[6] Die Berichterstattung ist ebenso auf Multiplikatoren ausgerichtet, die in Schule, Hochschule und weiteren Bildungseinrichtungen tätig sind.[7] Die Zeitschrift wird Biologiestudenten im Grundstudium als begleitende Literatur zu Standardlehrwerken empfohlen.[3]

Laut WorldCat wird die Zeitschrift in 120 Bibliotheken geführt.[8]

Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beiträge werden von Autoren oder Autorengruppen nach Vorgaben der Redaktion zu Länge, Struktur und Themenaufbereitung eingereicht. Insbesondere junge Wissenschaftler werden ermutigt, mit eigenen Forschungsarbeiten zum Inhalt der Zeitschrift beizutragen.[6]

In der Zeitschrift publizierten auch Nobelpreisträger wie Max Perutz, Hans Adolf Krebs, Otto Hahn, Werner Heisenberg,[9] Severo Ochoa und Linus Pauling, Manfred Eigen, Christiane Nüsslein-Volhard und Theodor Hänsch und z. B. Lise Meitner und Ernst Mayr. Die NR berichtete von Beginn an (1951) über die Nobelpreisträgertagung in Lindau.

Geschichte und Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgegeben und redaktionell betreut wird die NR von Klaus Rehfeld. Neben dem Herausgeber und Chefredakteur Klaus Rehfeld besteht ein sechs Personen umfassender Herausgeberbeirat, dem Roland Bulirsch, Ulrich Haas, Annette Hille-Rehfeld, Henning Hopf, Jobst Heinrich Klemme, Ortrud Steinlein, angehören.[10]

Die ersten Herausgeber waren der Entomologe Hans Walter Frickhinger (1948–1955), unterstützt vom Biologen Hans Rotta (1948–1999) und nach dem Tod von Frickhinger 1955 Roswitha Schmid (1968–1999), die auch Mitherausgeberin wurde. Es wurden früh in den 1950er Jahren Verbindungen zur Max-Planck-Gesellschaft geknüpft und zur Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte sowie ab Mitte der 1950er Jahre zur Leopoldina in Halle. Damit ermöglichte sie im Kalten Krieg sowohl Wissenschaftlern jenseits des Eisernen Vorhangs zum Beispiel in der DDR an Informationen aus dem Wissenschaftsbetrieb im Westen zu gelangen als auch durch die Berichte über die Leopoldina westlichen Wissenschaftlern an Informationen über Vorgänge im Osten.[5]

Es gab von 1886 bis 1912 schon einmal eine Naturwissenschaftliche Rundschau.[11] Sie erschien wöchentlich im Vieweg Verlag. Die spätere Zeitschrift knüpft nach ihrem Herausgeber Klaus Rehfeld an diese Zeitschrift an.[5]

Kooperation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift unterstützt traditionell als Medienpartner in Form von Veranstaltungshinweisen und Kommentaren die Wissenschaftsjahre, die seit dem Jahr 2000 den Wissenstransfer mit der Bevölkerung über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) fördern sollen.[7]

Bücher der Naturwissenschaftlichen Rundschau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Des Weiteren wurde 1967 bis 1985 eine Buchreihe unter der Bezeichnung: Bücher der Naturwissenschaftlichen Rundschau herausgegeben.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturwissenschaftliche Rundschau – Mediadaten 2020 – Gültig ab 01.01.2020. (PDF) Naturwissenschaftliche Rundschau, abgerufen am 9. September 2020. Abrufbar unter Mediadaten..
  2. a b Das Konzept. Naturwissenschaftliche Rundschau, abgerufen am 18. September 2020.
  3. a b Bruno P. Kremer: Vom Referat bis zur Examensarbeit. Naturwissenschaftliche Texte perfekt verfassen und gestalten. 4. Auflage. Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-642-41301-8; doi:10.1007/978-3-642-41302-5
  4. a b Naturwissenschaftliche Rundschau: NR ; Organ der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Universitätsbibliothek Braunschweig, abgerufen am 18. September 2020 (Mitveröffentlichung von z. B. Nachrichten der Leopoldina oder Biomax, Techmax, Geomax).
  5. a b c Klaus Rehfeld: Herausragende populärwissenschaftliche Berichterstattung naturwissenschaftlicher Themen. Eduard-Rhein-Stiftung, abgerufen am 18. September 2020.
  6. a b Autorenhinweise. Naturwissenschaftliche Rundschau, abgerufen am 18. September 2020.
  7. a b Medienpartner des Wissenschaftsjahres 2009. In: Wissenschaftsjahr. Bundesministerium für Bildung und Forschung, Wissenschaft im Dialog, 2009, abgerufen am 18. September 2020.
  8. Eintrag Naturwissenschaftliche Rundschau bei WorldCat.
  9. Heisenberg, Die Beziehungen zwischen Physik und Chemie in den letzten 75 Jahren, NR, Band 6, Nr. 1, 1953, S. 1–7
  10. Herausgeber, Redaktion, Beirat. Naturwissenschaftliche Rundschau, abgerufen am 18. September 2020.
  11. Naturwissenschaftliche Rundschau. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 18. September 2020 (Erste Naturwissenschaftliche Rundschau von 1886 bis 1912).
  12. Deutsche Nationalbibliothek: Eintrag Bücher der Naturwissenschaftlichen Rundschau