Nendorf

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Nendorf
Gemeinde Stolzenau
Koordinaten: 52° 30′ 3″ N, 8° 59′ 17″ O
Höhe: 36 m
Einwohner: 975 (1. Mrz. 2010)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31592
Vorwahl: 05765
Nendorf (Niedersachsen)
Nendorf

Lage von Nendorf in Niedersachsen

Nendorf ist ein Ort in Niedersachsen und Ortsteil der Einheitsgemeinde Stolzenau im Landkreis Nienburg/Weser. Von 1200 bis 1542 befand sich in Nendorf das Benediktinerinnenkloster St. Martin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nendorf liegt an der Bundesstraße 441 zwischen Stolzenau (6 km) und Uchte (5 km). Die Entfernung bis zur Kreisstadt Nienburg/Weser beträgt 27 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1200, jedoch bestanden Ort und Kirche schon vorher. In der Urkunde bestätigte Bischof Thietmar von Minden die Einrichtung eines Benediktinerinnenklosters. Die Gründung des Klosters ist eng mit einem Priester namens Symon verbunden, der die wirtschaftlichen Grundlagen für das Kloster schuf, indem er Höfe und Ländereien stiftete.

Während der Einführung der Reformation durch die Grafen von Hoya wurde das Kloster aufgelöst und alle Gebäude, bis auf die Kirche, abgerissen. 1542 lebten hier noch sieben Ordensschwestern, die durch Geld- und Naturalleistungen abgefunden wurden. Einige von ihnen heirateten. Die verstreut liegenden Ländereien des Klosters wurden zu einem Hof zusammengefasst.

Die Kirche wurde 1787 klassizistisch umgebaut und trägt seitdem ihr heutiges Aussehen.

St.-Martins-Kirche

1888 wurden bei Nendorf drei römische Silberbarren mit Inschriften gefunden, die sich seit 1890 im Landesmuseum Hannover befinden.

Nendorf war eine selbstständige Gemeinde. Seit dem 1. März 1974 ist Nendorf ein Ortsteil von Stolzenau.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1901: 0829 Einwohner
  • 1925: 0985 Einwohner
  • 1933: 0980 Einwohner
  • 1939: 0962 Einwohner
  • 1961: 1163 Einwohner[1]
  • 1970: 1148 Einwohner[1]
  • 2010: 0975 Einwohner

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Gemeindekindergarten und eine Grundschule mit vier Klassenräumen für 70 Schüler, die von fünf Lehrkräften unterrichtet werden. Weiterführende Schulen befinden sich in Stolzenau.

Das gesellschaftliche Leben wird von den Vereinen Freiwillige Feuerwehr, Heimatverein, Schützenverein, Sportverein, Gymnastic Club, Shanty-Chor, Frauenchor, Reit- und Fahrverein, Kanone 95, KLZV Stolzenau und Umgebung, Sport-Angler-Verein und einem Turnverein gestaltet und geprägt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]