Nennweite

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Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN EN ISO 6708
Bereich Rohrleitungen
Titel Rohrleitungsteile – Definition und Auswahl von DN (Nennweite)
Letzte Ausgabe 1995-09
ISO 6708

Als Nennweite (Abkürzung NW, oder DN von französisch diamètre nominal) bezeichnet man den inneren Durchmesser eines Rohres bzw. einer Schlauchleitung oder die Größe bzw. das Anschlussmaß einer Armatur (Ventil, Schieber). Zusammen mit der Nenndruckstufe und der Werkstoffklasse werden durch die Angabe der Nennweite sämtliche Abmessungen einer Rohrleitung, z. B. Flanschabmessungen, festgelegt. Häufig wird Stahl als Werkstoff nicht genannt, aber vorausgesetzt.

Zu beachten ist, dass der tatsächliche Innendurchmesser von der Nennweite oft um mehrere Millimeter abweicht. Zudem ist nur dann mit Sicherheit davon auszugehen, dass sich Rohre unterschiedlicher Herkunft kombinieren lassen, wenn die Angabe der Nennweite unter Hinweis auf die gleiche Norm geschieht.

Abweichungen treten unter anderem auf, da der Außendurchmesser der für Sanitärinstallationen genutzten Rohre in der Regel übereinstimmen muss, um die Rohre einwandfrei miteinander verbinden zu können. Wenn die Wandstärke mit steigender Druckstufe zunimmt, muss also der freie Querschnitt reduziert werden.

Nur bei sehr dickwandigem Rohr für sehr hohe Drücke wird der Außendurchmesser vergrößert. Dasselbe gilt für Leitungen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (meistens Kunstharz): Diese werden um einen Dorn oder ein Kunststoffrohr („Inliner“) gewickelt, weshalb hier die Wanddicke nach außen wachsen muss.

Die Angabe der Nennweite erfolgt nach EN ISO 6708 durch die Bezeichnung DN, gefolgt von einer ungefähr dem Innendurchmesser in Millimeter entsprechenden dimensionslosen Zahl. So bezeichnet beispielsweise DN 50 nach EN 10255 (früher DIN 2440; mittelschwere Gewinderohre) ein Rohr mit dem Außendurchmesser von 60,3 mm und einer Wanddicke von 3,65 mm (Innendurchmesser somit 53 mm).

Nach ANSI wird die Nennweite in NPS (nominal pipe size) in Zoll angegeben. Ein Rohr von NPS 2 entspricht in etwa der Nennweite DN 50.

In der Regel werden Armaturen einer bestimmten Nennweite bzw. Baugröße in der jeweils dazu passenden Anschlussgröße gefertigt. Um den Anschluss entsprechend der Einbausituation zu vereinfachen, bieten die Hersteller Armaturen gleicher Nennweite jedoch häufig auch in der nächstgrößeren Anschlussgröße an.

Gewinderohr EN 10255 (mittelschwer, Stahl) (Siederohr)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschlüsse
Nennweite
(DN)
Rohrgewinde R,
Nennweite
max.
Außen-ø
Wanddicke Innen-ø Inhalte Querschnittsfläche
in Zoll da in mm s in mm di in mm in l/m in m²
8 14 13,5 2,35 8,8 0,07 0,0000608
10 38 17,2 2,35 12,5 0,12 0,0001227
15 12 21,3 2,65 16,0 0,20 0,0002011
20 34 26,9 2,65 21,6 0,37 0,0003664
25 1″ 33,7 3,25 27,2 0,58 0,0005811
32 114 42,4 3,25 35,9 1,01 0,0010122
40 112 48,3 3,25 41,8 1,37 0,0013723
50 2″ 060,3 3,65 53,0 2,21 0,0022062
65 212 76,1 3,65 68,8 3,72 0,0037176
80 3″ 88,9 4,05 80,8 5,13 0,0051276
100 4″ 114,3 4,50 105,3 8,71 0,0087086
125 5″ 139,7 4,85 130,0 13,27 0,0132732
150 6″ 168,3 4,85 155,4 18,97 0,0189667

Bei Gewinderohren wird die Nennweite in der Regel in Zoll angegeben. Bei Kupferrohren wird üblicherweise der Außendurchmesser in mm (10; 12; 15; 18; 22; 28; 35; 42; 54; 64 usw.) angegeben. Die Rohrwandstärke beträgt bei 10–22 mm 1 mm, bei 22–42 mm 1,5 mm und bei 54–64 mm 2 mm.

Gewinderohr EN 10255 (schwer, Stahl) (Gasrohr)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenprinzip
Nennweite
(DN)
Rohrgewinde R Außen-ø Wanddicke Innen-ø
in Zoll da in mm s in mm di in mm
10 38 17,2 2,90 11,4
15 12 21,3 3,25 14,8
20 34 26,9 3,25 20,4
25 1″ 33,7 4,05 25,6
32 114 42,4 4,05 34,3
40 112 48,3 4,05 40,2
50 2″ 60,3 4,50 51,3
65 212 76,1 4,50 67,1
80 3″ 88,9 4,85 79,2
100 4″ 114,3 5,40 102,5
125 5″ 139,7 5,40 128,9
150 6″ 168,3 5,40 154,3

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]