Neuroda

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Neuroda
Gemeinde Wipfratal
Koordinaten: 50° 45′ 17″ N, 10° 59′ 1″ O
Höhe: 398 (375–410) m
Fläche: 5,12 km²
Einwohner: 200 (2004)
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 25. März 1994
Postleitzahl: 99310
Vorwahl: 036207
Karte
Lage von Neuroda in Wipfratal

Neuroda ist ein Ortsteil der Gemeinde Wipfratal im Ilm-Kreis (Thüringen) mit knapp 200 Einwohnern auf einer Fläche von 5,12 km².

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuroda liegt auf einem Hügelvorsprung, der im Südwesten bis auf etwa 460 Meter ansteigt, im Norden zum Tal der Wipfra und im Osten zu einem nach Süden führenden Wiesengrund abfällt. Das Dorf liegt in etwa 400 Metern Höhe im hügeligen Vorland des Thüringer Waldes auf der Paulinzellaer Buntsandsteinplatte. In der Umgebung wechseln Wälder (meist Kiefer), Wiesen und Felder einander ab. Östlich des Dorfs liegt der 476 Meter hohe Sandberg, den die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt mit dem 1320 Meter langen Tunnel Sandberg unterquert. Auf der Rückseite des Sandbergs verläuft auch die Rampe der Bundesautobahn 71 vom Wipfratal hinauf auf den Thüringer Wald. Nachbarorte sind Wipfra im Westen, Traßdorf im Osten sowie Kettmannshausen und Behringen im Norden. Südwestlich liegt die Talsperre Heyda.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuroda wurde erst 1378 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, ist aber wahrscheinlich älter. Neuroda gehörte den Herren von Witzleben und war bis 1920 eine Exklave Sachsen-Gothas, die von Schwarzburg-Sondershausen und Sachsen-Weimar-Eisenach umgeben war. Ab 1922 gehörte das Dorf zum Landkreis Arnstadt, aus dem der heutige Ilm-Kreis hervorging. Bei der Gemeindereform 1994 wurde Neuroda Teil der neu gebildeten Einheitsgemeinde Wipfratal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuroda verfügt über eine verhältnismäßig große Kirche, die Sitz einer evangelischen Pfarrei ist. Filialkirchen dieser Pfarrei befinden sich in Kettmannshausen, Reinsfeld, Schmerfeld, Traßdorf und Wipfra. Die Kirche St. Mauritius ist eine Saalkirche, die im Kern um 1300 entstand. Im 14. Jahrhundert wurde das Langhaus erhöht und zwischen 1720 und 1724 erfolgte ein Umbau der Kirche. 1738 wurde sie bei einem Brand beschädigt und bis 1740 von Johann Erhard Straßburger verändert wiederhergestellt. Aus dieser Zeit stammt auch der heutige Turmaufbau. Der Altar stammt aus der Zeit um 1750; die Orgel wurde 1742/1743 vom Erfurter Orgelbaumeister Johann Georg Schröter errichtet.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuroda ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort ohne größere Industrie- und Gewerbeansiedlungen.

Ilmenau liegt etwa zehn Kilometer südlich des Ortes und Arnstadt ungefähr zwölf Kilometer nördlich. Straßen verbinden Neuroda mit Wipfra im Westen und Behringen bzw. der Behringer Schenke im Norden. Busse verkehren in umliegende Dörfer und die Kreisstadt Arnstadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuroda (Wipfratal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien