Niklashausen

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Niklashausen
Gemeinde Werbach
Wappen von Niklashausen
Koordinaten: 49° 42′ 12″ N, 9° 36′ 57″ O
Fläche: 1,9 km²
Einwohner: 394 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 97956
Vorwahl: 09349
Niklashausen (Baden-Württemberg)
Niklashausen

Lage von Niklashausen in Baden-Württemberg

Blick vom Taubertalradweg auf Niklashausen (2018)
Blick vom Taubertalradweg auf Niklashausen (2018)

Niklashausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Werbach im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niklashausen liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich von Werbach und etwa zwei bis drei Kilometer nordöstlich von Gamburg im Taubertal.

Zur ehemaligen Gemeinde Niklashausen gehören das Dorf Niklashausen, die Wohnplätze Altes Bahnwärterhaus und Haltestelle Niklashausen, sowie die abgegangene Ortschaft Helzenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niklashausen mit Taubermühle (um 1665)

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicozeshusen, wie das Dorf früher hieß, wurde urkundlich erstmals 1170 erwähnt. Das Dorf gehörte zur alten Grafschaft Wertheim, der späteren Grafschaft Löwenstein-Wertheim. Hans Böhm, der Pauker von Niklashausen, tritt 1476 als Prediger vor die Wallfahrer in Niklashausen. Ihm gelingt es, 40.000 Bauern um sich zu scharen. Trotzdem wird er festgenommen und in Würzburg als Ketzer verbrannt.[1][2]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1806 kommt das Dorf unter die Landeshoheit des Großherzogtums Baden.[1] Bis 1938 gehörte Niklashausen zum Amt Wertheim, dann zum Amt Tauberbischofsheim. 1939 wurde der Ort mit Höhefeld zu einer Gemeinde vereinigt, jedoch 1960 wieder getrennt.[2] Am 1. Januar 1975 wurde Niklashausen nach Werbach eingemeindet.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katholiken des Ortes bilden eine Filialgemeinde der Pfarrkirche St. Martin in Gamburg im Dekanat Tauberbischofsheim. Die evangelische Christen des Ortes sind Teil der Kirchengemeinde Külsheim-Niklashausen-Höhefeld im Kirchenbezirk Wertheim.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle Niklashausen liegt an der Taubertalbahn.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niklashausen liegt am Taubertalradweg sowie am Jakobsweg Main-Taubertal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche Niklashausen (2016)

Die evangelische Kirche Niklashausen von 1519 wurde im spätgotischen Baustil mit polygonalem Chor errichtet. Der Chorseitenturm bestand bereits bei einem Vorgängerbau. Ein neugotischer Ausbau fand 1857 statt.[2] Die Kirche steht unter Denkmalschutz.[1]

Pfeiferstube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erinnerung an den Pauker von Niklashausen, Hans Böhm, wurde eine Pfeiferstube als Museum eingerichtet.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niklashausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Gemeinde Werbach: Niklashausen. Online auf www.werbach.de. Abgerufen am 21. März 2017.
  2. a b c d LEO-BW.de: Niklashausen auf der Website leo-bw.de. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 469.