Wenkheim (Werbach)

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Wenkheim
Gemeinde Werbach
Wappen von Wenkheim
Koordinaten: 49° 42′ 2″ N, 9° 42′ 18″ O
Fläche: 11,93 km²
Einwohner: 645 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1973
Postleitzahl: 97956
Vorwahl: 09349
Wenkheim (Baden-Württemberg)
Wenkheim

Lage von Wenkheim in Baden-Württemberg

Wenkheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Werbach im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenkheim liegt etwa sieben Kilometer nordöstlich von Werbach im Welzbachtal.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wenkheim liegen Teile des Wasserschutzgebiets Welzbachtal (WSG-Nr. 128131), das mit einer Verordnung vom 3. Februar 2004 eingerichtet wurde und insgesamt 2.442,43 ha umfasst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 800 wurde Wenkheim erstmals urkundlich erwähnt als Wencheim.[2] Im Jahre 1149 wurde der Ort als Wegengheim erwähnt. Es wird vermutet, dass die Herren von Wenkheim, die später in Thüringen saßen, ursprünglich von hier stammen.[1]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1625 war der Ort Bestandteil der Grafschaft Löwenstein-Wertheim. 1673 brannten die Franzosen das Wenkheimer Schloss nieder. Im Jahre 1750 brannte ein Großteil Wenkheims nieder und 1776 wurde der Ort bei einem Unwetter schwer verwüstet.[1] 1806 kam Wenkheim unter die Landeshoheit des Großherzogtums Baden.[2]

Am 31. Dezember 1973 kam Wenkheim zur Gemeinde Werbach.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wenkheim besteht eine römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Maria.[4] Diese gehört zur Seelsorgeeinheit Großrinderfeld-Werbach im Dekanat Tauberbischofsheim.

Die Evangelische Kirchengemeinde Wenkheim gehört zum Kirchenbezirk Wertheim.

Jüdische Gemeinde Wenkheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synagoge der ehemaligen jüdischen Gemeinde Wenkheim (2013)

Die jüdische Gemeinde Wenkheim entstand im 16. Jahrhundert. Der Ort ist für seine jüdische Geschichte bekannt, erstmals werden 1576 und 1591 Juden am Ort genannt. Neben der früheren Synagoge Wenkheim besaß die jüdische Gemeinde Wenkheim eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und den jüdischen Friedhof Wenkheim. Beim Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge demoliert. Bis 1940 emigrierte über die Hälfte der jüdischen Einwohner (22 in die USA, 8 nach Palästina). Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten 11 jüdischen Einwohner Wenkheims, während der Wagner-Bürckel-Aktion, in das Camp de Gurs deportiert.[5]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Wenkheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welzbachbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweisschild für das Welzbachbad

Im Ort befindet sich mit dem Welzbachbad ein solarbeheiztes Freibad.[6]

Welzbachtalradweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Welzbachtalradweg verbindet den Ort nach etwa acht Kilometern in südwestlicher Richtung in Werbach mit dem Taubertalradweg. In nordöstlicher Richtung führt der Welzbachtalradweg bis nach Oberaltertheim. Von dort besteht über weitere Radwege ein Anschluss bis zum Main-Radweg bei Würzburg.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marienkirche in Wenkheim (2017)

Pfarrkirche St. Maria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in den 1850er Jahren erbaute Kirche St. Maria befindet sich im Ort.[4]

Hauptartikel: St. Maria (Wenkheim)

Synagoge Wenkheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synagoge der ehemaligen jüdischen Gemeinde des Ortes wurde 1841 errichtet.

Hauptartikel: Synagoge (Wenkheim)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wenkheim (Werbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gemeinde Werbach: Wenkheim. Online auf www.werbach.de. Abgerufen am 21. März 2017.
  2. a b c LEO-BW.de: Wenkheim auf der Website leo-bw.de. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 469.
  4. a b Seelsorgeeinheit Großrinderfeld-Werbach: Wenkheim, St. Maria. Katholische Pfarrgemeinde Wenkheim. Online auf www.kath-grossrinderfeld.de. Abgerufen am 21. März 2017.
  5. Alemannia Judaica: Wenkheim (Gemeinde Werbach, Main-Tauber-Kreis) Jüdische Geschichte / Synagoge. Online auf www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.
  6. Schwimmbadförderverein Wenkheim: Das Welzbachbad stellt sich vor. Online auf www.schwimmbadförderverein-wenkheim.de. Abgerufen am 21. März 2017.
  7. Inlinemap.net: Welzbachtalradweg. Online auf www.inlinemap.net. Abgerufen am 21. März 2017.