Paltenbach

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Paltenbach
Palten; Niklbach (Oberlauf)
Daten
Gewässerkennzahl AT: HZB:2-134-326-060(-001), GGN:1139
Lage Traunviertel, Oberösterreich
Abfluss über Steyr → Enns → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit Donau unterhalb Jochenstein (DUJ)
Ursprung Feichtau am Hohen Nock
47° 47′ 59″ N, 14° 19′ 5″ O
Quellhöhe ca. 1340 m ü. A.
Mündung im SteyrdurchbruchKoordinaten: 47° 52′ 3″ N, 14° 12′ 16″ O
47° 52′ 3″ N, 14° 12′ 16″ O
Mündungshöhe 397 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 943 m

Länge 15,4 km
Gemeinden Molln

Der Paltenbach, auch nur Palten, am Oberlauf auch Niklbach,[2] ist ein Nebenbach der Steyr bei Molln im südlichen Traunviertel in Oberösterreich.

Josef Zeitlinger (1964): Der Schmiedleitnerbach in Leonstein. Monographie eines kleinen Bergbaches und seiner Umgebung. – Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines – 109: 372 - 424.

Lauf und Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Paltenbach entspringt am Nordfuß des Hohen Nock des Sengsengebirges, in Bereich der Polzalpe, unterhalb der Feichtauhütte auf etwa 1340 m ü. A.. Südlich oberhalb liegen dort die Feichtauer Seen, zwei Karseen, die ohne oberflächlichen Ablauf sind. Der Oberlauf wird auch Niklbach genannt, und liegt im Nationalpark Kalkalpen.

Der Paltenbach rinnt west-, dann nordwärts um den Ramsauer Größtenberg, mit dem Sengsengebirgskamm und dem nördlichen Vorberg Spitzberg linksufrig. Hier liegen ein Truppenübungsplatz (Schießplatz Ramsau/Molln), die Häuser Hopfing, und dann in einem Kessel Ramsau am Bach. Nordwestlich befindet sich bei letzterem ein unscheinbarer Talpass zum Mollnerbach, der Paltenbach knickt wieder westwärts, und fließt zwischen Spitzberg und Eibling. In dieser Weitung liegen Dorngraben, der Ort Palten und etwas abseits Forsthub.

Danach wendet er sich wieder nordwestwärts, hat eine Schlucht, und mündet nach etwa 15½ Kilometern Lauf bei Göritz, im Engtal Steyrdurchbruch, in die Steyr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist 1366 urkundlich, als Gewässer- oder Flurname in der Palten[3] und steht zu einer rekonstruierten urslawischen Wurzel *baltaSumpf, Moor‘.[4] Die Paltenmühl findet sich in der Ramsau verzeichnet, nicht beim heutigen Ort des Namens.

Der Bach ist gut wasserführend und gehörte zu den wichtigeren Werksbächen an der oberen Steyr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [o.A.:] Der Paltenbach – Ein Gebirgsbach stellt sich vor. In: Natur im Aufwind, Nationalpark Kalkalpen Zeitschrift, Heft 19, Frühling 1997, S. 30–31.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DORIS, Thema Gewässer, Layer kleine Gewässer und Detaileinzugsgebiete (abgerufen 5. Oktober 2018).
  2. Paltenbach und Niklbach in der Österreichischen Karte (2018); Paltenbach (2-134-326-060-001) und Niklbach - (Oberlauf des Paltenbaches) mit den Feichtauer Seen (2-134-326-060-001) im Flächenverzeichnis (Einzugsgebiete); Paltenbach auf ganzer Länge im Wasserbuch und in basemap.at; Palten ortsüblich etwa Josef Zeitlinger: Der Schmiedleitnerbach in Leonstein. Monographie eines kleinen Bergbaches und seiner Umgebung. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 109, Linz 1963, S. 374, PDF auf ZOBODAT.at.
  3. Österreichisches Urkundenbuch VI, Nr. 208.
  4. Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2001, 7.3.1.3 Palten: Gewässername, S. 74.