Nina Gurol

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Nina Gurol (* 21. Mai 1997 in Leverkusen) ist eine deutsche Pianistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nina Gurol erhielt ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren an der Musikschule in Leverkusen. Mit 13 Jahren wurde sie am „Pre-College Cologne“ der Hochschule für Musik und Tanz Köln als Jungstudentin aufgenommen. Dort studierte Nina Gurol zunächst bei Nina Tichman und anschließend bei Gesa Lücker, bei der Nina Gurol seit 2015 auch ihr Bachelorstudium fortsetzt. Im Wintersemester 2016/2017 absolvierte Nina ein Auslandssemester am Bonporti Conservatorio di Musica in der Klasse von Mario Coppola.

Wichtige musikalische Impressionen erhielt sie außerdem durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit den Pianisten Tamara Stefanovich und Pierre-Laurent Aimard, sowie durch Jerome Rose, Maria João Pires, Matti Raekallio und Ingolf Wunder.

Nina Gurol wurde mehrfach, auch international ausgezeichnet. Ihre Konzerttätigkeit führte sie nicht nur in viele Länder Europas, sondern auch in die USA, Russland und China sowie in Säle wie dem Mariinski-Theater St. Petersburg, der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Köln, der Philharmonie Essen, dem Beethoven-Haus Bonn und in dem Guotai Arts Center Chongqings. Sie spielte u. a. bei Festivals wie dem Klavier-Festival Ruhr, dem Acht Brücken Festival Köln, den Gezeitenkonzerten in Ostfriesland,[1] zum Bachfest Leipzig, Podium Festival Esslingen[2] und den Köthener Bachfesttagen.[3][4]

Ihre große Leidenschaft gehört der zeitgenössischen Musik, welche durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit Tamara Stefanovich und Pierre-Laurent Aimard geprägt wurde. Diverse Uraufführungen u. a. des von Pierre Boulez hochgelobten Komponisten York Höller wurden ihr bereits gewidmet. Daneben engagiert sie sich als Künstlerin des gemeinnützigen Projekts Tonali intensiv im Bereich der Musikvermittlung und ist neben ihrer pianistischen Tätigkeit auch als Kuratorin für innovative Konzertformate tätig. So ist sie Künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Perspektivwechsel“ im Rahmen der Weilburger Schlosskonzerte und konzipiert für weitere Festivals in Deutschland.[5]

Zudem engagiert sich Nina Gurol ehrenamtlich als Sterbebegleiterin und wurde im September 2021 zum Vorstandsmitglied des Hospiz-Verein Leverkusen gewählt.[6][7] In ihren Konzerten sucht sie stetig die Schnittstelle zwischen der Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und der klassischen Musik und erforscht diese im Rahmen ihres kunstsozialen (Schul-)Projektes LebensTöne zusammen mit dem Hospizverein in Leverkusen.[8][9]

Nina Gurol ist seit 2015 Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung. 2018 wurde Nina Gurol mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johanna Pape: Ein krönender Abschluss der TONALi TOUR beim Trio-Konzert. In: Ostfriesische Landschaft. Ostfriesische Landschaft, 22. Juni 2017, abgerufen am 22. September 2022.
  2. Broschüre Podium Esslingen Festival 2022. In: Podium Esslingen Festival. PODIUM Musikstiftung Esslingen, abgerufen am 22. September 2022.
  3. In Erinnerung an Alfred Tokayer: Erkundung und Konzert. Bachstadt Köthen (Anhalt), 24. März 2022, abgerufen am 22. September 2022.
  4. Nina Gurol. In: Podium Esslingen. PODIUM Musikstiftung Esslingen, abgerufen am 22. September 2022.
  5. Nina Gurol. In: TONALi. TONALi gGmbH, abgerufen am 22. September 2022.
  6. Merle Krafeld: »Ich würde mir wünschen, dass man den Austritt aus dem Leben genauso würdigt wie den Eintritt ins Leben.« Nina Gurol ist nicht nur Pianistin, sondern auch Sterbebegleiterin. Über zwei Passionen und die Verbindungen, die aus ihnen entstehen. In: VAN. van: Verlag GmbH, 1. Juni 2022, abgerufen am 22. September 2022.
  7. Kontaktseite. In: Hospiz Leverkusen. Hospiz Leverkusen e. V., abgerufen am 22. September 2022.
  8. Peter Helling: Pianistin Nina Gurol: 2021 war ein Jahr voller Möglichkeiten. In: NDR. Norddeutscher Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, 31. Dezember 2021, abgerufen am 22. September 2022.
  9. Leverkusener Pianistin - Für Nina Gurol ist klar: Die Urgewalt der Musik schlägt den Tod. In: Leverkusner Anzeiger. Leverkusner Anzeiger, abgerufen am 23. September 2022.
  10. Nina Gurol - Über mich - Biographie. In: Nina Gurol. Abgerufen am 22. September 2022.