Nina Marx

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Nina Franziska Marx (geboren 1973 in Berlin) ist eine Richterin am Bundesgerichtshof. Sie hat ihren Dienst dort am 29. Juni 2017 angetreten.

Die Richterin trat nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung im Jahr 2004 in den höheren Justizdienst der Freien Hansestadt Bremen ein. Nach Abschluss des Studiums promovierte sie an der Georg-August-Universität Göttingen im Juni 2001 zum Doktor der Rechte. Sie war beim Amtsgericht Bremen-Blumenthal sowie dem Amtsgericht Bremen tätig, wo sie Ende 2006 zur Richterin am Amtsgericht ernannt wurde. Im Dezember 2007 wechselte sie als Richterin am Landgericht an das Landgericht Bremen, wohin sie bereits seit September 2007 abgeordnet war. Von Juli 2008 bis Juni 2011 war Nina Marx als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bundesgerichtshof abgeordnet. Im Januar 2013 erfolgte ihre Beförderung zur Richterin am Hanseatischen Oberlandesgericht Bremen. Im Dezember 2014 folgte die Ernennung zur Richterin am Oberverwaltungsgericht im Nebenamt.

Das Präsidium des Bundesgerichtshofs hat Nina Marx zunächst mit jeweils hälftiger Arbeitskraft dem vornehmlich für den gewerblichen Rechtsschutz und das Urheberrecht mit Ausnahme der technischen Schutzrechte, für das Wettbewerbsrecht, das Transportrecht, das Maklerrecht sowie für Rechtsstreitigkeiten über Schiedssprüche zuständigen I. Zivilsenat sowie dem X. Zivilsenat zugewiesen[1], der schwerpunktmäßig mit Patent- und Gebrauchsmusterstreitsachen sowie Patentnichtigkeitssachen befasst und darüber hinaus für Personenbeförderungs- und Reisevertragsrecht, Schenkungs- und Vergaberecht zuständig ist[2]; diesem Senat gehört sie seit 1- Januar 2018 mit voller Arbeitskraft an.[3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesetzmäßigkeit und Gleichmäßigkeit der Besteuerung in Frankreich. Nomos, Baden-Baden 2001, 246 Seiten, ISBN 978-3789076275, zugl. Diss. Göttingen
  • Fallstricke in Pferderechtsprozessen seit Abschaffung des Viehgewährleistungsrechts. NJW 2010, 2839
  • Die Darlegungs- und Beweislast beim qualifizierten Verschulden im Transportrecht nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Transportrecht 2010, 174
  • Münchener Kommentar zum Europäischen und Deutschen Wettbewerbsrecht (Kartellrecht) Bd. 3: Beihilfen- und Vergaberecht (Mitbearbeitung)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2017&Sort=3&nr=78760&pos=5&anz=107 Pressemitteilung Nr. 102/17 des Bundesgerichtshofs, abgerufen am 8. Juli 2017
  2. https://www.bremen.de/senat/46097735 Presseerklärung des Senators für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen vom 9.3.2017, abgerufen am 8. Juli 2017
  3. Besetzung des X. Zivilsenats. In: Website. Bundesgerichtshof, abgerufen am 2. Januar 2018.