Norman Liebold

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Norman Liebold bei einem Auftritt (Leipzig, 2003)

Norman Liebold (* 25. November 1976 in Eilenburg) ist ein deutscher Schriftsteller, Künstler und Schauspieler.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der POS „Wilhelm Pieck“ in Bad Düben in Sachsen übersiedelte Liebold 1988 in die Bundesrepublik Deutschland. Die Familie folgte nach dem Fall der Mauer nach Siegburg in Nordrhein-Westfalen, wo er das Gymnasium Alleestraße besucht und dort auch 1997 sein Abitur absolviert. Bereits während seiner Schulzeit veröffentlichte er im Eigenverlag kleinere literarische Texte (Narratiunculae Obscurae), stellte fotografische und grafische Arbeiten von sich aus und erhielt im Rahmen der Siegburger Jugendkulturtage Platz für eine erste offizielle Lesung eigener Texte. Nach der Beendigung des Zivildienstes immatrikulierte er an der Universität Bonn in den Fächern Alte und Neue Germanistik und Philosophie und schloss das Studium 2007 mit dem Grad des Magister Artium ab.

Literarisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebolds literarisches Schaffen ist klar Phasen zuzuordnen. Zwischen 1995 und 2003 erschienen vorzugsweise phantastische Geschichten, Theaterstücke und Romane. Der Stil orientierte sich an klassischer Literatur und setzte sich mit psychologischen und zwischenmenschlichen Thematiken allegorisch auseinander. Mit Eckstein, einer sozialkritischen Novelle, die sich mit den Zuständen in deutschen Altenheimen auseinandersetzt, wendete sich der Autor 2003 vorrangig realistischen Themen zu und beschrieb in variantenreichem Stil und kritischer Haltung Lebenswirklichkeiten. Ab 2005 bediente sich Liebold dafür verstärkt und mit ironischer Brechung des Krimi-Genres, um 2008 eine im Siebengebirge angesiedelte Reihe von Kriminalromanen zu beginnen, die aktuell drei Romane umfasst. Ende 2008 brachte Liebold mit Navigator einen sozialkritischen Science-Fiction in der Tradition Orwells und Bradburys heraus, der in Köln spielt und sich mit den Folgen von Globalisierung und Digitalisierung auseinandersetzt. Seit 2011 verbindet und konterkariert er zunehmend Stil- und Genregrenzen.

Theater und Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 gründet er das Amator Veritas Ensemble gemeinsam mit Robert Christott und zwei Jahre später einen gleichnamigen eigenen kleinen Verlag, wo kurze Zeit später auch das erste Buch mit dem Titel Märenborn erschien. 2004 löste er das Ensemble auf und arbeitete ohne festes Ensemble, wobei er mit verschiedenen Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern kooperierte.

Intentionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norman Liebold ist ein Autor und Künstler, der sämtliche Fäden seines Schaffens in den eigenen Händen zu behalten sucht. Seine Texte werden von ihm selbst oder in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Künstlern illustriert, und die Inszenierung auf der Bühne obliegt ausschließlich seiner Verantwortung. Der von ihm und seinem langjährigen Freund Jens Finkhäuser gegründete Amator Veritas Verlag hat sich ganz der Authentizität und Nähe zum Künstler verschworen; hier veröffentlicht er diejenigen Bücher, die ausschließlich seinen Vorstellungen entsprechen sollen. Daneben dient Amator Veritas als Künstleragentur für seine Aktivitäten als Schauspieler, Musiker und Sprecher sowie der Vermarktung seiner künstlerischen Erzeugnisse wie Grafiken, Gemälde, Kunstobjekte aus Metallen, Holz und Leder. Die vielfältigen Betätigungsfelder stehen in engem Zusammenhang und sind Ausdruck eines zentralen Werkgedankens, der seit mehr als 20 Jahren in Wort, Bild, Aufführung und Kunst Gestalt annimmt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Norman Liebold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien