Not Fucking Around Coalition

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Not Fucking Around Coalition (NFAC) ist eine bewaffnete afroamerikanische Miliz in den Vereinigten Staaten.[1][2] Sie verneint jede Verbindung zu der Black Panther Party oder zur Bewegung Black Lives Matter.[3]

Hintergrund und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Jay Fitzgerald Johnson, bekannt als „Grand Master Jay“, beansprucht die Leitung dieser Gruppe,[4] die nach seiner Aussage aus ehemaligen Militärschützen besteht.[5] Johnson, der als parteiloser Kandidat bei der Präsidentschaftswahl 2016 antrat, erklärte:

„Wir sind eine schwarze Miliz. Wir sind keine Protestler, wir sind keine Demonstranten. Wir kommen nicht um zu singen, wir kommen nicht um zu skandieren. Das ist nicht das, was wir tun.“

„We are a Black militia. We aren't protesters, we aren't demonstrators. We don't come to sing, we don't come to chant. That's not what we do.[6]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder der NFAC traten erstmals am 12. Mai 2020 öffentlich in Erscheinung. Sie protestierten in der Nähe von Brunswick, Georgia, wegen der Ermordung von Ahmaud Arbery.[5] Von einigen Regionalmedien wurde die Gruppe der „Black Panthers“-Bewegung zugeordnet.[7]

Ende Juni eskortierte die NFAC die Schwester von Rayshard Brooks zu einer Versammlung in Atlanta, Georgia. Johnson erklärte, dass sie die Gruppe um Unterstützung gebeten hatte.[6]

Am 4. Juli 2020, dem Unabhängigkeitstag der USA, zogen etwa 100 bis 200 meist bewaffnete NFAC-Mitglieder zum Stone Mountain Park nahe Atlanta. Sie forderten die Entfernung eines Reliefs, das drei Persönlichkeiten der Konföderierten Staaten von Amerika zeigt. Die dafür zuständige Stone Mountain Memorial Association bezeichnete die Demonstranten als friedlich.[8]

Am 25. Juli versammelten sich etwa NFAC-Mitglieder in Louisville, Kentucky, um gegen die Untätigkeit der Behörden bei der Ermittlung der Polizisten beim Todesfall Breonna Taylor zu protestierten. Etwa 50 bewaffnete Three Percenters veranstalteten eine Gegendemonstration. Beide Gruppen wurden von der Polizei Louisvilles getrennt.[9] Drei NFAC-Mitglieder wurden verletzt, als sich versehentlich Schüsse aus der Waffe eines Demonstranten lösten.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerry Seavo James: Three Injured as Rival Armed Militias Converge on Louisville (en). In: The Daily Beast, 25. Juli 2020. Abgerufen am 27. Juli 2020. 
  2. Paul Blest: Protests Against Police Brutality and Trump's Secret Police Are Exploding Across the U.S. (en) In: www.vice.com. Abgerufen am 27. Juli 2020.
  3. Chuck Creekmur: Not The Black Panthers: The NFAC Convenes On KKK Stronghold Outside Of Atlanta (en) In: AllHipHop.com. 5. Juli 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  4. Asia Ashley: Local militia challenges White supremacy during Fourth of July march. In: The DeKalb Champion. 6. Juli 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  5. a b Zuri Davis: Black Civilians Arm Themselves To Protest Racial Violence and Protect Black-Owned Businesses. In: Reason.com. 29. Mai 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  6. a b Benjamin Fearnow: Armed Black Militia Challenges White Nationalists at Georgia's Stone Mountain Park. In: Newsweek. 5. Juli 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  7. Lyndsey Gough: Hundreds gather to release balloons to honor Ahmaud Arbery’s birthday. In: WTOC 11. 9. Mai 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  8. Steve Gorman: Predominantly Black armed protesters march through Confederate memorial park in Georgia (en) In: Reuters. 5. Juli 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  9. Armed militias converge in downtown as Louisville protests continue. In: The Courier-Journal. 25. Juli 2020. Abgerufen am 25. Juli 2020.
  10. Bryan Woolston: Black armed protesters march in Kentucky demanding justice for Breonna Taylor (en) In: Reuters. 26. Juli 2020. Abgerufen am 26. Juli 2020.